Jahrzehntelang stand die Formel 1 in den USA im Schatten von NASCAR, Hot Dogs und „God bless IndyCar“. Doch plötzlich sind die Amerikaner im F1-Fieber – und das nicht zu knapp! Drei Rennen, zwei Teams und ein Streamingvertrag, der teurer ist als so mancher Boxenstopp bei Ferrari.
„Cadillac F1 soll den amerikanischen Fans eine Heimat geben“, verkündete Geschäftsführer Dan Towriss stolz – und man fragt sich: Heimat? Vielleicht eher ein „Drive-In für Milliardäre“.
🍏 Wenn Apple das Rennen macht
Kaum zu glauben, aber wahr: Ab nächstem Jahr könnte Apple die Formel 1 übertragen.
Ja, richtig gelesen – dieselben Leute, die das iPhone erfunden haben, wollen jetzt auch, dass man Rennen mit einem „Swipe nach links“ starten kann.
Laut Sports Illustrated zahlt Apple stolze 140 Millionen Dollar pro Jahr für die US-Rechte. Zum Vergleich: Bei ESPN waren’s nur 90 Millionen – also quasi der Preis für zwei Frontflügel und einen Lewis-Hamilton-Schnupftuchhalter.
Und als wäre das nicht genug, hat Apple gleich noch einen Brad Pitt mit einem echten F1-Boliden durch Austin geschickt. Der Film „F1 – Der Movie“ spielte über eine halbe Milliarde Dollar ein. Vielleicht, weil man sich endlich sicher sein konnte, dass wenigstens im Kino kein DRS-Ausfall passiert.
🏁 Wenn Amerika Gas gibt
Seit Austin 2012 ist die Formel 1 offiziell in den Staaten angekommen. Damals noch zögerlich – heute mit Miami, Las Vegas und bald vielleicht auch „Grand Prix of Silicon Valley“.
Dazu noch ein zweites US-Team, ein Auto von Cadillac und Ford als Red-Bull-Partner – der American Dream rollt jetzt auf Slicks.
Allerdings kostet das Ganze auch was: 1 Milliarde Dollar soll General Motors für den Einstieg hinblättern – 450 Millionen davon allein als „Eintrittsgebühr“. Das ist ungefähr das, was Mercedes in einer halben Saison für neue Unterböden ausgibt.
🇺🇸 Wo bleibt der US-Held?
Ein echter US-Fahrer fehlt allerdings noch. Logan Sargeant versuchte es tapfer bei Williams, aber mehr als ein paar teure Crashs und viele kaputte Frontflügel waren nicht drin.
Seit seinem Ausflug ins Kiesbett ist Amerika wieder fahrerlos – was immerhin gut für die Ersatzteilindustrie ist.
Doch Cadillac hat Hoffnung: Neben den Routiniers Sergio Perez und Valtteri Bottas soll der IndyCar-Star Colton Herta als Testfahrer ran.
Problem: Ihm fehlt noch die Superlizenz. Aber hey – in Amerika kann man ja auch ohne Führerschein Präsident werden.
🚦Fazit
Die Formel 1 in den USA ist längst mehr als Motorsport – sie ist ein Hollywood-Blockbuster mit Boxencrew.
Apple streamt, Brad Pitt fährt, und irgendwo in Detroit plant ein Ingenieur gerade den ersten elektrischen Donut mit 1.000 PS.
Bleibt nur die Frage:
Wann bekommt das Rennen eigentlich eine eigene Aftershow auf Netflix – mit Taylor Swift in der Boxengasse und Elon Musk als Safety Car?
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