Vor einem Londoner Gericht bestreitet ein früherer Hongkonger Polizist, im Auftrag Chinas Dissidenten in Großbritannien ausgespäht zu haben.
Im Prozess um mutmaßliche chinesische Einflussnahme in Großbritannien hat der Angeklagte Chung Biu „Bill“ Yuen die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. Vor dem Old Bailey erklärte er, niemals Überwachungsmaßnahmen gegen pro-demokratische Aktivisten aus Hongkong in London angeordnet zu haben.
Yuen steht gemeinsam mit einem weiteren Angeklagten, dem früheren Grenzschutzbeamten Peter Wai, vor Gericht. Beide bestreiten, für einen ausländischen Geheimdienst gearbeitet oder sich in politische Angelegenheiten eingemischt zu haben.
Laut Anklage soll Wai unter anderem Informationen aus staatlichen Datenbanken abgerufen haben. Auch dies weist er zurück.
Yuen schilderte vor Gericht, er habe nach den Protesten in Hongkong 2019 vor allem Sicherheitsaufgaben für die Hongkonger Vertretung in London übernommen. In diesem Zusammenhang habe er Wai engagiert – jedoch ausschließlich für Schutzmaßnahmen, nicht für Spionage.
Der Prozess dauert an, ein Urteil wird im kommenden Monat erwartet.
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