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Spanischer Premier lehnt Beteiligung am Iran-Krieg ab – Streit mit Trump verschärft sich

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Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat eine Beteiligung seines Landes am Krieg der USA gegen Iran entschieden abgelehnt. Trotz Drohungen von US-Präsident Donald Trump, Handelsbeziehungen mit Spanien zu beenden, bleibt die Regierung in Madrid bei ihrer Haltung.

„Die Position der spanischen Regierung lässt sich in drei Worten zusammenfassen: Nein zum Krieg“, erklärte Sánchez am 4. März in einer Fernsehansprache.

Der Konflikt zwischen beiden Ländern eskalierte, nachdem Spanien den USA nicht erlaubt hatte, spanische Militärstützpunkte für Einsätze im Zusammenhang mit den Luftangriffen auf Iran zu nutzen. Daraufhin kündigte Trump an, wirtschaftliche Beziehungen zu Spanien zu beenden.

Bei einem Treffen im Weißen Haus mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz sagte Trump, Spanien habe sich „schrecklich verhalten“ und er habe seinen Finanzminister angewiesen, sämtliche Geschäfte mit dem Land zu stoppen.

Sánchez warnt vor Wiederholung früherer Kriege

Sánchez gehört zu den lautesten europäischen Kritikern der gemeinsamen US- und israelischen Angriffe auf Iran. In seiner Rede warnte er davor, die Fehler vergangener Kriege zu wiederholen.

Europa und die Welt hätten bereits erlebt, welche Folgen militärische Interventionen haben können – etwa im Irakkrieg vor rund 25 Jahren sowie in den aktuellen Konflikten in der Ukraine und im Gazastreifen.

Die spanische Regierung begründe ihre Haltung mit drei zentralen Punkten:

  1. Ablehnung von Verstößen gegen das Völkerrecht, das besonders die Zivilbevölkerung schützen soll.

  2. Die Überzeugung, dass globale Probleme nicht ausschließlich durch militärische Gewalt gelöst werden können.

  3. Die Notwendigkeit, Fehler aus der Vergangenheit nicht zu wiederholen.

Später schrieb Sánchez auf der Plattform X erneut: „Nein zu der Illusion, dass wir die Probleme der Welt mit Bomben lösen können.“

Washington kritisiert Spanien scharf

Trumps Regierung reagierte verärgert auf die spanische Entscheidung. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte im Fernsehen, Spaniens Verhalten habe amerikanische Leben gefährdet, weil es militärische Operationen erschwert habe.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, behauptete später, Spanien habe seine Haltung inzwischen geändert. Der spanische Außenminister José Manuel Albares wies dies jedoch entschieden zurück und betonte, die Position Madrids habe sich „kein bisschen geändert“.

EU stellt sich hinter Spanien

Die Europäische Union unterstützte Spanien in dem Streit mit Washington. EU-Ratspräsident António Costa erklärte, die EU werde die Interessen ihrer Mitgliedstaaten verteidigen und halte weiterhin an den Prinzipien des Völkerrechts und einer regelbasierten internationalen Ordnung fest.

Der Konflikt zeigt die wachsenden Spannungen zwischen den USA und Teilen Europas im Zusammenhang mit dem Krieg gegen Iran.

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