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Spanien trauert – Staatstrauer nach tragischem Zugunglück in Andalusien

RobVanDerMeijden (CC0), Pixabay
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Nach dem verheerenden Zugunglück nahe Adamuz in Südspanien hat Ministerpräsident Pedro Sánchez eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen. Mindestens 40 Menschen verloren ihr Leben, über 170 wurden verletzt. Die ganze Nation steht unter Schock.

Sánchez besuchte am Montag den Unglücksort und sprach den Angehörigen der Opfer sein tiefes Mitgefühl aus. Er versprach uneingeschränkte Aufklärung: „Wir werden alles tun, um die Ursachen dieser Tragödie zu ermitteln – mit absoluter Transparenz.“ Auch schnelle Hilfe für die Betroffenen wurde zugesichert. Sein Dank galt insbesondere den Einsatzkräften, die unter schwierigsten Bedingungen arbeiteten.

Das Unglück ereignete sich am Sonntagabend auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Malaga und Madrid. Ein Zug des Anbieters Iryo entgleiste auf gerader Strecke mit über 200 km/h und geriet auf das Gegengleis. Dort kollidierte er frontal mit einem entgegenkommenden RENFE-Zug. Beide Züge sprangen aus den Gleisen – die vorderen Wagen wurden durch die Wucht des Aufpralls eine vier Meter hohe Böschung hinabgeschleudert und zerstört.

Verkehrsminister Óscar Puente sprach von einem „unerklärlichen Unfall“. Die Strecke sei neu, der Zug regelmäßig gewartet worden. Auch Fachleute zeigen sich ratlos. Eine unabhängige Untersuchungskommission soll nun Klarheit bringen. RENFE-Chef Heredia mahnte zur Zurückhaltung: „Jetzt ist nicht die Zeit für Spekulationen.“

Die Hilfseinsätze gestalteten sich äußerst schwierig. Viele Menschen waren stundenlang in den Zügen eingeschlossen, die Unfallstelle war nur schwer erreichbar. Feuerwehrchef Paco Carmona sprach von einem „sehr belastenden Einsatz“.

Die Anteilnahme ist groß: Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, das Königshaus, zahlreiche Staats- und Regierungschefs sowie Papst Leo XIV. äußerten ihr Beileid. Auch Österreichs Bundespräsident Van der Bellen zeigte sich tief betroffen und bekundete seine Solidarität mit Spanien.

Spanien verfügt über eines der modernsten Hochgeschwindigkeitsnetze Europas – umso schwerer wiegt der Schock über das Unglück. Die Erinnerungen an das Zugunglück von 2013 in Santiago de Compostela, bei dem 80 Menschen starben, sind wieder wach.

In diesen dunklen Stunden steht Europa an Spaniens Seite – vereint in Trauer und Mitgefühl.

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