Startseite Allgemeines Spanien plant umfassendes Rauchverbot an öffentlichen Orten
Allgemeines

Spanien plant umfassendes Rauchverbot an öffentlichen Orten

Shutterbug75 (CC0), Pixabay
Teilen

Die spanische Regierung verschärft ihren Kurs gegen das Rauchen. Der Ministerrat in Madrid hat einen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der deutliche Einschränkungen für Raucherinnen und Raucher vorsieht. Ziel ist es, die öffentliche Gesundheit zu stärken und Nichtraucher besser vor den Gefahren des Passivrauchens zu schützen.

Rauchfreie Zonen im Alltag
Geplant ist, dass künftig an zahlreichen öffentlichen Orten nicht mehr geraucht werden darf. Dazu zählen Universitäten, Bushaltestellen sowie die Terrassen von Restaurants und Cafés. Auch in der Nähe besonders sensibler Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kindergärten oder Spielplätze soll das Rauchen verboten werden – mit einem festgelegten Schutzradius von 15 Metern.

E-Zigaretten gleichgestellt
Besonders bemerkenswert ist, dass E-Zigaretten künftig genauso behandelt werden sollen wie herkömmliche Tabakprodukte. Damit folgt Spanien einer Linie, die in mehreren europäischen Ländern diskutiert wird, um die gesundheitlichen Risiken durch Verdampfer und Vapes stärker zu regulieren.

Strengeres Werbeverbot
Neben den Rauchverboten sieht der Entwurf auch eine Ausweitung des Werbeverbots für Tabakprodukte vor. Werbung und Sponsoring durch Tabakkonzerne sollen weiter eingeschränkt werden, um vor allem Jugendliche weniger in Kontakt mit Tabakwerbung zu bringen.

Nächster Schritt: Parlament
Damit die Neuregelungen in Kraft treten, muss das spanische Parlament dem Gesetzentwurf noch zustimmen. Beobachter gehen davon aus, dass es im Parlament intensive Debatten geben wird – vor allem mit Blick auf die Gastronomie, die mit Einschränkungen auf ihren Terrassen rechnen muss.

Hintergrund
Spanien gehört bereits zu den europäischen Ländern mit strengen Anti-Tabak-Regeln. So gilt schon seit 2011 ein Rauchverbot in geschlossenen öffentlichen Räumen. Mit der aktuellen Reform will die Regierung nun einen weiteren Schritt gehen, um Rauchen im öffentlichen Raum stark zurückzudrängen und langfristig die Zahl der Raucherinnen und Raucher zu senken.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Kritische Analyse des Jahresabschlusses 2023 der OAB Osnabrücker Anlagen- und Beteiligungs-AG aus Sicht eines Anlegers

Die „OAB Osnabrücker Anlagen- und Beteiligungs-AG“, mit Sitz in Hamburg, hat ihren...

Allgemeines

Interview mit Rechtsanwalt Niklas Linnemann: Was tun bei BaFin-Warnungen zu wefi.co und revaloninvest.de?

Frage: Herr Linnemann, die BaFin hat aktuell vor zwei Websites gewarnt: wefi.co...

Allgemeines

Achtung: Betrugsversuche im Namen des Bundeszentralamtes für Steuern

Immer wieder versuchen Betrüger, durch gefälschte E-Mails, Briefe oder SMS an persönliche...

Allgemeines

Frankreich: Haushaltsstreit beigelegt – Regierung übersteht Misstrauensvoten

Nach monatelanger politischer Auseinandersetzung hat Frankreichs Regierung den Haushalt für das laufende...