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jorono (CC0), Pixabay
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Die spanische Seenotrettung hat 86 Menschen gerettet, während sie nach drei vermissten Booten mit Geflüchteten aus Afrika im südlichen Seegebiet der Kanaren suchte, wie die Organisation auf Twitter mitteilte. Der Seenotkreuzer „Caliope“ war gestern Mittag von Gran Canaria ausgelaufen, nachdem ein spanisches Suchflugzeug ein Flüchtlingsboot etwa 140 Kilometer südwestlich der Insel entdeckt hatte. Der Containerfrachter „MSC Marta“ blieb in der Nähe des Flüchtlingsbootes, bis der Seenotkreuzer eintraf und die Menschen übernahm.

Zuvor berichtete die spanische Hilfsorganisation Caminando Fronteras, die in Afrika gut vernetzt ist, dass am 23. Juni zwei Boote mit je etwa 60 Menschen von Senegal in Richtung Kanaren gestartet seien. Am 27. Juni habe sich ein drittes Boot mit etwa 200 Menschen von Kafountine in Senegal auf den Weg zu den spanischen Inseln gemacht. Die Organisation stehe mit Angehörigen der Vermissten in Kontakt, die keine Nachricht von den Menschen auf den Booten hätten. Es war unklar, ob es sich bei den geretteten 86 Migranten um Insassen der drei vermissten Boote handelt.

Kafountine liegt etwa 1.700 Kilometer von den Kanaren entfernt. Die Atlantikroute mit ihren starken Strömungen und hohen Wellen gilt als eine der gefährlichsten Fluchtrouten nach Europa. Laut dem UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) wurden in diesem Jahr bis zum 2. Juli 7.278 Geflüchtete aus Afrika auf den Kanaren gezählt. „Caminando Fronteras“ zufolge sind im ersten Halbjahr auf der Atlantikroute bereits mindestens 778 Menschen gestorben, wobei die tatsächliche Zahl wahrscheinlich höher liegt.

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