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SpaceX beantragt Genehmigung für den Start von einer Million Satelliten zur Unterstützung von KI

Arthur_Ribeiro (CC0), Pixabay
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Elon Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX hat bei der US-amerikanischen Telekommunikationsbehörde FCC einen Antrag eingereicht, der den Start von bis zu einer Million Satelliten in die Erdumlaufbahn vorsieht. Ziel: den Aufbau sogenannter „orbitaler Rechenzentren“, um den weltweit wachsenden Bedarf an Rechenleistung für Künstliche Intelligenz (KI) zu decken.

In dem Antrag argumentiert SpaceX, dass der Energie- und Platzbedarf für KI-gestützte Datenverarbeitung auf der Erde bereits heute die „terrestrischen Kapazitäten“ übersteige. Rechenzentren im All – betrieben mit Solarenergie – sollen laut SpaceX eine energie- und kosteneffizientere Lösung darstellen.

Die geplanten Satelliten würden in einer niedrigen Erdumlaufbahn (500 bis 2.000 Kilometer Höhe) operieren – ähnlich wie die bereits bestehenden rund 10.000 Starlink-Satelliten, die Internetverbindungen liefern. Doch die neue geplante Flotte wäre um ein Vielfaches größer und hat bereits Bedenken ausgelöst, was die zunehmende Weltraumverschmutzung und das Kollisionsrisiko betrifft.

SpaceX widerspricht solchen Einwänden. Elon Musk schrieb auf seiner Plattform X (vormals Twitter):

„Die Satelliten werden so weit voneinander entfernt sein, dass man sie kaum von einem zum anderen sehen kann. Der Weltraum ist unvorstellbar groß.“

Das Unternehmen wirbt mit dem Ziel, Milliarden Menschen weltweit Rechenleistung zur Verfügung zu stellen – und sieht das Projekt als ersten Schritt zu einer „Kardaschow-Zivilisation des Typs II“, also einer hypothetischen Gesellschaft, die die volle Energie ihrer Sonne nutzen kann. Die Kardaschow-Skala wurde 1964 vom russischen Astrophysiker Nikolai Kardaschow entwickelt.

Während SpaceX auf Nachhaltigkeit setzt und mit geringeren Emissionen als herkömmliche Rechenzentren argumentiert (die viel Strom und Wasser zum Kühlen benötigen), weisen Experten auf erhebliche technische und ökologische Herausforderungen hin. Der Aufbau, Schutz und Betrieb orbitaler Hardware sei aufwendig und teuer. Außerdem steigt mit jedem weiteren Objekt im Orbit das Risiko von Kollisionen oder gefährlichem Weltraumschrott.

Auch die Astronomie leidet bereits unter Starlink: 2024 klagten Astronomen darüber, dass die Satellitenfunkwellen ihre Radioteleskope stören und wissenschaftliche Beobachtungen massiv beeinträchtigen. Musk hat die Vorwürfe bisher stets zurückgewiesen und behauptet, seine Satelliten „verdrängten keine Konkurrenz“.

Ein Zeitplan für den möglichen Start der neuen Mega-Flotte ist im Antrag bislang nicht enthalten.

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