Einen Tag nach der Ausstrahlung einer der wohl umstrittensten Episoden in der Geschichte von South Park sorgten die Serienmacher Trey Parker und Matt Stone auf dem Comic-Con-Panel von Comedy Central für Aufsehen – diesmal mit einer ironischen Entschuldigung.
„Es tut uns schrecklich leid“, sagte Parker grinsend vor versammeltem Publikum – begleitet von Stone, „Beavis and Butt-Head“-Erfinder Mike Judge und „Digiman“-Schöpfer Andy Samberg.
Die Auftaktfolge der 27. Staffel nahm US-Präsident Donald Trump ins Visier. Gezeigt wurde u.a. eine Szene, in der er nackt mit Satan im Bett liegt – außerdem wurden das kürzliche Vergleichsabkommen zwischen Paramount und Trump, das Aus von „The Late Show with Stephen Colbert“ und ein fiktives „60 Minutes“-Skandalinterview parodiert.
Weiße Tafel, leere Ideen – echte Entstehung in letzter Minute
Laut Parker und Stone wurde das Drehbuch bis kurz vor Sendetermin laufend geändert. „Vor drei Tagen wusste ich nicht, ob das irgendjemandem gefallen wird“, sagte Parker. Aktuell sei seine Ideentafel für die nächste Folge leer. Für den Sommertrailer hätten sie absichtlich Fake-Szenen erfunden, um Inhalte vorzutäuschen.
„Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass wir irgendetwas vorproduzieren“, scherzte Parker.
Weiße-Haus-Reaktion: „Vierte-Klasse-Serie“
Das Weiße Haus reagierte wütend. Sprecherin Taylor Rogers bezeichnete South Park in einem Statement gegenüber USA TODAY als „eine Show der vierten Kategorie, die seit über 20 Jahren keine Relevanz mehr hat“.
Keine Politik? – Nur ein Scherz
Während des Panels beteuerte Stone, man mache „keine Politik“ – nur um Sekunden später durchblicken zu lassen, dass genau das ihr tägliches Geschäft sei. Die wahren Konkurrenten der Show seien inzwischen TikTok und YouTube: „Wir haben einen Traumjob – aber manchmal bin ich neidisch auf Leute, die in ihrem Garten ein lustiges Video machen und Millionen erreichen.“
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