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So jagte Mexiko „El Mencho“ – mit Hilfe eines Vertrauten seiner Geliebten und US-Geheimdienstinfos

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Nach jahrelanger Fahndung ist Mexikos meistgesuchter Drogenboss Nemesio „El Mencho“ Oseguera Cervantes bei einem Großeinsatz der Sicherheitskräfte getötet worden. Die Operation gegen den Anführer des mächtigen Jalisco-New-Generation-Kartells (CJNG) löste landesweit schwere Gewaltausbrüche aus – und markiert einen sicherheitspolitisch brisanten Moment für Präsidentin Claudia Sheinbaum.

Der entscheidende Hinweis

Am 20. Februar erhielten mexikanische Behörden einen konkreten Hinweis auf Osegueras Aufenthaltsort. Laut Verteidigungsminister Ricardo Trevilla Trejo führte die Spur zu einem „Vertrauensmann“ einer Geliebten des Kartellchefs. Über dieses Netzwerk gelang es den Ermittlern, das Versteck des seit Jahren untergetauchten Drogenbosses zu lokalisieren: eine abgelegene Ferienanlage nahe Tapalpa im Bundesstaat Jalisco.

Am folgenden Morgen starteten Armee, Nationalgarde und Luftwaffe einen koordinierten Zugriff. Um keinen Verdacht zu erregen, wurde der Einsatz überwiegend mit Bodentruppen durchgeführt, unterstützt von Hubschraubern. Die Soldaten umstellten das Gelände und gerieten beim Vorrücken unter schweren Beschuss.

Feuergefecht im Wald

Bei dem Schusswechsel wurden acht Kartellmitglieder getötet, zwei Soldaten verletzt. Oseguera floh mit Leibwächtern in ein bewaldetes Gebiet. Spezialeinheiten spürten ihn schließlich im Unterholz auf. Nach einem weiteren Gefecht wurde er schwer verletzt festgenommen. Auch zwei seiner Bodyguards erlagen später ihren Verletzungen – ebenso wie Oseguera selbst während eines Helikoptertransports.

US-Geheimdienstinformationen hatten nach Angaben der Regierung zur Vorbereitung des Einsatzes beigetragen. Washington hatte ein Kopfgeld von 15 Millionen Dollar auf den CJNG-Chef ausgesetzt.

Gewaltwelle und politische Signalwirkung

Unmittelbar nach Bekanntwerden seines Todes kam es in mehreren Bundesstaaten zu gewaltsamen Vergeltungsaktionen. Straßensperren, brennende Fahrzeuge und Schusswechsel legten zeitweise ganze Regionen lahm. Auch die Stadt Guadalajara, Austragungsort mehrerer Spiele der Fußball-WM 2026, war betroffen.

Präsidentin Sheinbaum rief zur Ruhe auf und betonte, die Lage sei unter Kontrolle. Beobachter sehen in der Aktion auch ein politisches Signal an die USA, wo Präsident Donald Trump den Druck auf Mexiko im Kampf gegen den Drogenhandel zuletzt erhöht hatte.

Experten gehen davon aus, dass das CJNG trotz des symbolträchtigen Schlags kurzfristig handlungsfähig bleibt. Ein Zerfall der Organisation gilt als unwahrscheinlich – doch Machtkämpfe und neue Gewalt sind nicht ausgeschlossen.

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