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Skandal um Thüringer Batterieunternehmen CATL

joelfotos (CC0), Pixabay
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Mehr als zwölf Leiharbeiter erheben Vorwürfe über Missstände in Bezug auf ihre Nachtschichten im Logistikzentrum des Batterieherstellers CATL in Erfurt. Sie geben an, dass ihnen Löhne vorenthalten werden und vermuten, dass sie im Vergleich zu den festangestellten Mitarbeitern benachteiligt werden. Darüber hinaus soll der Personaldienstleister mutmaßlich ohne die erforderliche Genehmigung der Arbeitsagentur tätig gewesen sein.

Das DGB Bildungswerk Thüringen hat Hinweise auf unzulässige Leiharbeit am Logistikstandort von CATL in Erfurt erhalten. Benjamin Heinrichs, Berater der DGB-Beratungsstelle „Faire Integration“, erklärte gegenüber dem MDR THÜRINGEN, dass der verleihende Personaldienstleister laut Recherchen seit mehreren Monaten über keine gültige Genehmigung der Arbeitsagentur verfügt.

Dies stellt einen Verstoß gegen das Arbeitnehmer-überlassungsgesetz dar. Aufgrund der ausstehenden Löhne haben sich mehr als zwölf Betroffene um Unterstützung an den DGB gewandt. Sollten sich die Verstöße gegen das Gesetz bestätigen, drohen Bußgelder in Höhe von mehreren Zehntausend Euro.

Der chinesische Batteriehersteller selbst erklärte in einer Anfrage von MDR THÜRINGEN, dass die Leiharbeiter in Erfurt nicht direkt von CATL eingesetzt wurden, sondern dass ein Dienstleister dafür verantwortlich war.

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