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„Sinners“-Star Omar Benson Miller: Warum der Oscar-Erfolg „ein Sieg für alle“ ist

mostafa_meraji (CC0), Pixabay
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Für Schauspieler Omar Benson Miller stehen aufregende Tage bevor. Der 47-Jährige spielt die beliebte Figur Cornbread im Film „Sinners“, der bei den kommenden Oscars am 15. März gleich 16 Nominierungen erhalten hat – darunter auch für den besten Film.

Nur wenige Tage vor der Preisverleihung sitzt Miller in einem Restaurant in Burbank, Kalifornien. Doch ein ruhiges Mittagessen ist kaum möglich: Immer wieder kommen Gäste vorbei, um ein Foto zu machen oder dem Schauspieler zum Erfolg des Films zu gratulieren.

„Die Leute sprechen ständig über Cornbread, weil sie die Figur lieben“, sagt Miller lachend. „Viele erkennen in ihm jemanden aus ihrer eigenen Familie oder ihrem Freundeskreis.“

Erfolgsfilm mit gesellschaftlichen Themen

Der Film „Sinners“, geschrieben und inszeniert von Ryan Coogler, spielt im Mississippi der Jim-Crow-Ära. Im Mittelpunkt stehen die Zwillingsbrüder Smoke und Stack (beide gespielt von Michael B. Jordan), die in ihrer Heimatstadt einen Musikclub eröffnen. Doch schon bald wird der Club von Vampiren heimgesucht.

Neben Horrorelementen behandelt der Film auch ernste Themen wie systemische Unterdrückung und die Aneignung schwarzer Kultur. Laut Miller sind diese Themen „leider auch heute noch aktuell“.

Persönliche Verbindung zur Rolle

Die Rolle des Cornbread hat für Miller eine besondere Bedeutung. Sein Vater stammt ebenfalls aus Mississippi und arbeitete früher als Baumwollpflücker – ähnlich wie die Figur im Film.

„Als ich das Drehbuch gelesen habe, fühlte sich vieles sehr vertraut an“, erzählt der Schauspieler. Sein Vater habe ihm sogar Tipps gegeben, etwa zu Details über Musikclubs oder zur Kleidung der Figur. Einige Dialoge seien zudem von Geschichten aus seiner eigenen Familie inspiriert.

Vom Studenten zum Schauspieler

Miller wuchs in Kalifornien auf und studierte zunächst International Business an der San José State University. Erst auf Empfehlung eines Professors begann er mit der Schauspielerei.

Seinen Durchbruch im Film hatte er 2002 im Musikdrama „8 Mile“ an der Seite von Eminem. Danach spielte er in bekannten Serien wie „CSI: Miami“, „Ballers“ und „The Unicorn“.

Mit „Sinners“ erlebt Miller nun seinen bisher größten Erfolg. Der Film spielte weltweit rund 370 Millionen Dollar ein und entwickelte sich zu einem kulturellen Phänomen mit zahlreichen Memes und Fan-Kostümen.

Vorfreude auf die Oscars

Für Miller ist die große Oscar-Nacht ein besonderer Moment – nicht nur wegen der möglichen Preise, sondern auch wegen des Zusammenhalts des Teams.

„Wenn wir gewinnen, fühlt es sich an wie ein Sieg für alle“, sagt er. Gleichzeitig weiß er, dass sich die Wege der Schauspieler nach der Preisverleihung wieder trennen werden.

„Das könnte das letzte Mal sein, dass wir alle zusammen sind“, sagt Miller. „Aber ich freue mich sehr auf dieses Wochenende – es ist unser großer gemeinsamer Moment.“

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