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Signa-Insolvenz: Zustimmung zum Verkauf des „Krone“-Anteils an Familie Dichand

geralt (CC0), Pixabay
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Im Rahmen des Insolvenzverfahrens der Signa Holding gibt es eine wichtige Entscheidung im Medienbereich: Masseverwalter Christof Stapf hat dem Verkauf der mittelbaren Beteiligung an der „Kronen Zeitung“ zugestimmt. Das teilte Stapf am Mittwochabend nach einer Sitzung des Gläubigerausschusses mit.

Anteil geht an die Familie Dichand

Die Signa-Gruppe war bislang über die WAZ Ausland Holding GmbH an der „Krone“ beteiligt. Diese Gesellschaft gehört zu 50,5 Prozent der deutschen Funke Mediengruppe, bei der sich Signa im Jahr 2018 eingekauft hatte. Damals hatte René Benko über die Funke-Gruppe Anteile an der „Kronen Zeitung“ erworben.

Nun gehen diese Anteile wie bereits angekündigt an die traditionsreiche Verlegerfamilie Dichand, die seit Jahrzehnten das Gesicht des Boulevardblattes prägt. Über die Höhe des Kaufpreises wurde nichts bekannt gegeben. Der Verkauf steht allerdings noch unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen.

Hintergrund: Funke, Krone und Kurier

Die Funke Mediengruppe ist in Österreich nicht nur bei der „Kronen Zeitung“ engagiert, sondern hält auch knapp die Hälfte der Anteile am „Kurier“. Über dieselbe Struktur war auch die Signa Holding mittelbar beteiligt und besaß rund ein Viertel der „Kurier“-Anteile. Ob diese Beteiligung ebenfalls veräußert wird, ist nach Angaben des Insolvenzverwalters noch offen.

In der Vergangenheit hatte insbesondere die Raiffeisen-Gruppe Interesse am Ausbau ihres Einflusses beim „Kurier“ signalisiert. Raiffeisen hält bereits mehr als die Hälfte der Anteile und könnte durch einen Zukauf zur dominierenden Kraft werden.

Signa in der Krise

Die Zustimmung zum Anteilsverkauf ist ein weiterer Schritt in der Abwicklung der weit verzweigten Signa Holding, die im vergangenen Jahr in die Insolvenz gerutscht war. Ziel der Insolvenzverwaltung ist es, Vermögenswerte zu sichern und durch Verkäufe die Gläubiger bestmöglich zu befriedigen.

Der Mediensektor galt innerhalb des Signa-Imperiums stets als ein besonders prestigeträchtiger Bereich. Mit dem nun eingeleiteten Rückzug verliert die Signa Holding endgültig ihren Einfluss auf zwei der wichtigsten österreichischen Tageszeitungen.

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