Ein Mitglied des Sicherheitsteams der demokratischen US-Abgeordneten Jasmine Crockett ist bei einem Polizeieinsatz in Dallas erschossen worden. Die Politikerin zeigte sich in einer Stellungnahme „erschüttert“ über die neuen Erkenntnisse zu dem Vorfall.
Nach Angaben der Behörden wurde der 39-jährige Diamon Robinson auf einem Parkplatz von der Polizei gestellt. Im Verlauf der Konfrontation verschanzte er sich in einem Fahrzeug. Die Einsatzkräfte setzten schließlich Tränengas ein, um ihn aus dem Wagen zu treiben. Laut Polizei soll Robinson dabei eine Waffe gezogen haben – daraufhin eröffneten die Beamten das Feuer.
Robinson starb noch am Einsatzort. Die Polizei teilte mit, dass gegen ihn mehrere Haftbefehle vorlagen und er eine kriminelle Vorgeschichte gehabt habe.
Besonders brisant: Trotz dieser Vergangenheit war Robinson als Sicherheitsmitarbeiter für eine amtierende Kongressabgeordnete tätig. Crockett erklärte, ihr Team habe bei der Beauftragung externer Sicherheitskräfte die üblichen Verfahren eingehalten. Der beauftragte Dienstleister habe eng mit Behörden, darunter auch der Capitol Police, zusammengearbeitet.
Unter dem Namen „Mike King“ sei Robinson über Jahre Teil ihres Sicherheitsteams gewesen. Es habe keinerlei Hinweise gegeben, dass er nicht der sei, für den er sich ausgab. „Er hat nie eine Gefahr dargestellt, arbeitete professionell und pflegte gute Beziehungen zu Behörden und in der Gemeinschaft“, so Crockett.
Die Abgeordnete bezeichnete es als „alarmierend“, dass Robinson offenbar die Sicherheitsüberprüfungen umgehen konnte. Der Fall werfe grundlegende Fragen zu möglichen Lücken im Kontrollsystem auf.
Gleichzeitig äußerte Crockett auch persönliche Betroffenheit. Die neuen Informationen über Robinsons Vergangenheit stünden im Widerspruch zu dem Bild, das ihr Team von ihm gehabt habe. Sein Tod löse eine Mischung aus Trauer und Bestürzung aus – auch über das „verlorene Potenzial eines Menschen, der sich offenbar hätte verändern können“.
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