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Shutdown in den USA: Lehrkräfte an Militärschulen arbeiten unbezahlt – und erhalten Schuldenbescheide

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Während des anhaltenden Regierungsstillstands in den USA arbeiten zahlreiche Lehrkräfte an amerikanischen Militärschulen im Ausland ohne Gehalt. Nun sorgt ein weiterer Vorfall für Empörung: Viele dieser Lehrerinnen und Lehrer haben in den letzten Tagen Briefe erhalten, in denen ihnen Schulden gegenüber dem Staat vorgeworfen werden – wegen angeblicher Überzahlungen.

Wie CNN berichtet, wurden die Schreiben vom Defense Finance and Accounting Service (DFAS) verschickt. Darin heißt es, die Betroffenen hätten mehrere Hundert bis über 1.000 Dollar zu viel erhalten und müssten diesen Betrag innerhalb von 70 Tagen zurückzahlen.

Die US-Behörde für Bildung im Verteidigungsministerium (DoDEA) räumte ein, dass es sich um einen Fehler im System handle, der auf eine fehlerhafte Codierung im Zuge des Shutdowns zurückzuführen sei. Die Briefe seien „versehentlich“ verschickt worden und würden korrigiert, sobald der Staat wieder finanziert werde. Wann genau das geschieht, bleibt allerdings unklar.

Lehrkräfte äußerten gegenüber CNN ihren Frust: Sie arbeiteten bereits seit dem 1. Oktober ohne Bezahlung, da sie als „systemrelevant“ gelten – und sollen nun auch noch Schulden zurückzahlen. Eine betroffene Lehrkraft erklärte:

„Wir arbeiten ohne Gehalt und werden gleichzeitig für jeden Tag, den wir arbeiten, zur Kasse gebeten. Das ist absurd.“

Die Unsicherheit und der Druck seien enorm, berichten Betroffene. Ein weiterer Angestellter sagte, das Vertrauen in die zügige Behebung des Problems sei gering – zu oft habe es in der Vergangenheit Schwierigkeiten mit dem Bezahlsystem gegeben.

Laut DoDEA handelt es sich bei dem Problem um eine systembedingte automatische Reaktion: Wird ein Mitarbeiter während des Shutdowns als „unbezahlter Urlaub“ („Leave Without Pay“) im System erfasst, erkennt das System eine vermeintliche Überzahlung und erstellt automatisch ein Schuldenformular. Die Software sei veraltet und könne diese Prozesse nicht ohne Weiteres unterbrechen.

Die Leiterin der DoDEA, Beth Schiavino-Narvaez, versuchte in einer internen E-Mail zu beruhigen. Man arbeite eng mit DFAS zusammen, um die fehlerhaften Einträge zu korrigieren. Allerdings könne die Bereinigung „mehrere Abrechnungsperioden“ dauern. Bis dahin müssten keine Zahlungen geleistet werden, betonte sie.

Doch viele Lehrkräfte empfinden diese Aussagen als unzureichend. Eine Lehrerin sagte CNN:

„Die Aussagen der Direktorin helfen uns nicht weiter. Es gibt keinen Plan, keine Dringlichkeit – wir sollen einfach abwarten.“

DoDEA betreibt weltweit 161 Schulen für über 60.000 Schüler. Mehr als 11.000 Vollzeitkräfte sind dort beschäftigt – viele davon im Ausland. Die aktuelle Situation sorgt bei den betroffenen Mitarbeitenden für sinkende Moral und Überlegungen, den Staatsdienst zu verlassen.

 

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