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Shutdown in den USA: Elon Musk will TSA-Gehälter übernehmen

3dalliance (CC0), Pixabay
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Mitten im anhaltenden Haushaltsstreit in den USA hat Tech-Milliardär Elon Musk einen ungewöhnlichen Vorschlag gemacht: Er bietet an, die Gehälter von Mitarbeitern der Flughafensicherheitsbehörde TSA zu übernehmen.

In einem Beitrag auf der Plattform X erklärte Musk, er wolle die rund 50.000 Beschäftigten unterstützen, die seit über einem Monat ohne Bezahlung arbeiten. „Ich würde gerne die Gehälter der TSA-Mitarbeiter während dieser Finanzierungskrise übernehmen“, schrieb er.

Der Hintergrund ist der anhaltende Teil-Shutdown der US-Regierung, der die Finanzierung des Heimatschutzministeriums blockiert. Zu diesem gehört auch die TSA. Die Folgen sind inzwischen deutlich spürbar: An vielen Flughäfen kommt es zu langen Warteschlangen, teilweise reichen sie bis vor die Terminals.

Zugleich bleiben immer mehr Mitarbeiter der Arbeit fern. Laut Behörden lag die Ausfallquote zuletzt bei rund zehn Prozent – deutlich höher als üblich. An einzelnen Flughäfen ist die Lage noch angespannter: In New York (JFK) fehlten zeitweise fast 30 Prozent der Beschäftigten, in Atlanta sogar über 30 Prozent.

Seit Beginn des Shutdowns haben zudem mehrere Hundert TSA-Mitarbeiter ihren Job aufgegeben.

Ob Musks Vorschlag überhaupt umgesetzt werden kann, ist allerdings unklar. Rechtlich ist fraglich, ob private Geldgeber direkt staatliche Gehälter finanzieren dürfen. Experten verweisen darauf, dass Spenden zunächst in die Staatskasse fließen und nur nach Vorgaben des Kongresses verwendet werden können.

Unabhängig davon wächst der Druck auf die Politik: Beschäftigte der TSA drohen, bereits ihre zweite vollständige Gehaltszahlung zu verpassen. Zwar ist gesetzlich geregelt, dass sie nach Ende des Shutdowns nachträglich bezahlt werden – kurzfristig verschärft sich die Lage jedoch weiter.

Mit seinem Vorstoß bringt Musk eine ungewöhnliche Idee in die festgefahrene Debatte – ob daraus mehr wird als ein symbolisches Angebot, bleibt offen.

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