Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump betont, dass die Ukraine weiterhin auf diplomatische Fortschritte setzt. Nach seinen Angaben wird die nächste, von den USA moderierte Verhandlungsrunde mit Russland voraussichtlich im März stattfinden.
Dabei soll es nicht nur um technische Details gehen – vielmehr strebt Kiew an, die Gespräche auf die Ebene der Staats- und Regierungschefs anzuheben. Ein direktes Treffen der Präsidenten könnte nach Ansicht Selenskyjs neue Impulse für eine Beendigung des Krieges bringen.
Bislang wurden die Gespräche ausschließlich von Unterhändlern geführt. Laut Selenskyj habe Trump Verständnis für diesen nächsten Schritt signalisiert. Das Weiße Haus bestätigte das Telefonat, äußerte sich jedoch nicht zu inhaltlichen Details.
Vorwürfe zu Rekrutierungen aus Afrika
Parallel dazu wirft die ukrainische Regierung Russland vor, verstärkt ausländische Kämpfer einzusetzen. Nach Angaben aus Kiew sollen mehr als 1.700 Männer aus afrikanischen Staaten auf russischer Seite kämpfen.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte, viele dieser Männer seien unter falschen Versprechungen angeworben worden. Sein ghanaischer Amtskollege Samuel Okudzeto Ablakwa sprach davon, dass Betroffene über das Darknet mit vermeintlichen Angeboten für zivile Arbeitsplätze gelockt worden seien – ohne militärische Ausbildung oder klare Informationen über ihren Einsatz.
Russland weist die Vorwürfe einer illegalen oder irreführenden Rekrutierung weiterhin zurück.
Trotz der schwierigen Lage unterstreicht Kiew, dass diplomatische Initiativen fortgesetzt werden sollen – in der Hoffnung, den Weg zu einer politischen Lösung des Konflikts zu ebnen.
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