Heftige Unwetter haben auf Hawaii zu den schlimmsten Überschwemmungen seit rund 20 Jahren geführt. Zwei aufeinanderfolgende Sturmsysteme haben die Inseln mit extremen Regenfällen und starken Winden getroffen.
Nach Angaben der Behörden wurden Häuser zerstört, Straßen schwer beschädigt und ganze Regionen überflutet. Besonders kritisch ist die Lage auf der Insel Oahu: Dort droht ein über 100 Jahre alter Staudamm zu brechen. Die Behörden sprechen von einer „unmittelbaren Gefahr“.
Für mehrere Orte, darunter Haleʻiwa und Waialua, wurden Evakuierungen angeordnet. Die Warnung an die Bevölkerung war eindeutig: „Sofort verlassen.“ Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen.
Gouverneur Josh Green bezeichnete die Situation als die schwerste seit den frühen 2000er-Jahren. Zwar gab es bislang keine Todesopfer, doch rund 200 Menschen mussten aus überfluteten Gebieten gerettet werden. Mehrere Personen wurden mit Unterkühlung in Krankenhäuser gebracht.
Die Wetterlage bleibt angespannt. Der nationale Wetterdienst warnt weiterhin vor Starkregen, Gewittern und Sturzfluten. Teilweise fielen bis zu zehn Zentimeter Regen pro Stunde. Für den gesamten Bundesstaat gilt weiterhin eine Hochwasserwarnung.
Besonders problematisch ist die Kombination mehrerer sogenannter „Kona-Stürme“. Diese seltenen Winterstürme treffen normalerweise nur ein- bis zweimal pro Saison auf Hawaii – dass gleich zwei innerhalb kurzer Zeit auftreten, ist ungewöhnlich.
Die Schäden sind bereits jetzt enorm. Schätzungen zufolge könnten sie sich auf bis zu eine Milliarde Dollar belaufen. Neben Wohnhäusern sind auch Straßen, Schulen, Flughäfen und sogar ein Krankenhaus betroffen.
In einigen Regionen wurden Autos von Wassermassen mitgerissen, Straßen brachen ein, und ein Haus wurde komplett ins Meer gespült.
Die Lage bleibt kritisch – und eine Entspannung ist vorerst nicht in Sicht.
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