In vielen Teilen Nordrhein-Westfalens herrscht derzeit akute Glättegefahr. Besonders betroffen sind Straßen im Münsterland und in Ostwestfalen – mit dramatischen Folgen. Auf der A44 kam es zu mehreren schweren Unfällen, bei denen insgesamt drei Menschen ums Leben kamen. Die Polizei spricht von einer Serie schwerer Kollisionen auf spiegelglatter Fahrbahn.
Zwischen Marsberg und Lichtenau im Kreis Paderborn prallten zwei Lastwagen auf der vereisten Autobahn frontal zusammen. Einer der Lkw ging in Flammen auf. Ein Fahrer kam ums Leben, der andere wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht. Wenig später geschah auf derselben Strecke – in Richtung Kassel – ein weiterer Unfall mit zwei Toten und mehreren Verletzten.
Insgesamt wurden mindestens zehn Menschen verletzt. Die A44 ist zwischen Wünnenberg-Haaren und Diemelstadt aktuell voll gesperrt. Die Sperrung ist großräumig, um Abschleppdienste und Rettungsfahrzeuge ungehindert durchzulassen. Wie lange die Sperrung andauert, ist derzeit unklar.
Auch in anderen Teilen des Landes gibt es zahlreiche Glätte-Unfälle:
- Im Kreis Steinfurt kam es zu 13 Unfällen,
- Im Kreis Borken zu vier weiteren,
- Zwei Personen wurden leicht verletzt, es blieb aber überwiegend bei Blechschäden.
Zahlreiche WDR-Hörer meldeten am Morgen spiegelglatte Straßen in Gronau, Bielefeld und im Siegerland. In vielen Regionen bedeckt eine gefährliche Eisschicht Fahrbahnen, Gehwege und Autos – stellenweise ist auch Eisregen gemeldet worden.
Appell der Polizei: Bitte bleiben Sie zu Hause, wenn es nicht absolut notwendig ist!
Die Polizei und Rettungsdienste bitten eindringlich darum, Autofahrten derzeit auf das absolut Notwendige zu beschränken. Wer unterwegs sein muss, sollte mit extremer Vorsicht, Schrittgeschwindigkeit und großem Abstand fahren. Auch zu Fuß sind Gehwege vielerorts eine akute Rutschgefahr – vor allem für ältere Menschen.
Die Wetterlage bleibt angespannt. Weitere Glätte und vereister Niederschlag sind auch in den kommenden Stunden nicht ausgeschlossen.
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