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Schweigen schützt Betrüger – Meldungen retten Geld: Warum die FMA Opfer ermutigt, Anlagebetrug nicht zu verschweigen

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay
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Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) richtet sich mit deutlichen Worten an Verbraucherinnen und Verbraucher, die Opfer von Anlagebetrug geworden sind. Viele Betroffene empfinden nach einem solchen Vorfall Scham, Wut oder Hilflosigkeit – Gefühle, die oft dazu führen, dass sie den Schritt zur Polizei oder Aufsichtsbehörde scheuen. Doch genau dieses Schweigen spielt den Tätern in die Hände. In ihrer aktuellen Ausgabe der Informationsreihe „Reden wir über Geld“ erklärt die FMA, warum jede Meldung zählt und wie entscheidend sie für die Bekämpfung von Finanzkriminalität ist.

Warum Anzeigen bei der Polizei unverzichtbar sind

Wer Anlagebetrug erleidet, fragt sich oft, ob eine Anzeige überhaupt etwas bewirkt. Die FMA macht klar: Ja, sie bewirkt sehr viel.
Polizei und Ermittlungsbehörden sind darauf angewiesen, Betrugsmaschen frühzeitig zu erkennen. Jeder Hinweis – sei er auch noch so klein – kann ein fehlendes Datenstück liefern, das den Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Fällen sichtbar macht.

Digitale Beweise wie:

  • E-Mail-Adressen

  • Kontodaten

  • Kryptowallets

  • IP-Adressen

  • Chatverläufe

können dazu führen, dass Täter identifiziert oder betrügerische Netzwerke zerschlagen werden.

Gleichzeitig gilt ein wichtiger rechtlicher Grundsatz: Wer keine Anzeige erstattet, kann später oft keine zivilrechtlichen Ansprüche geltend machen. Ohne offizielle Meldung bleibt der Schaden für die Justiz unsichtbar – und die Täter profitieren.

Warum Meldungen an die FMA so wertvoll sind

Auch eine Meldung an die FMA hat unmittelbare Auswirkungen. Die Behörde prüft, ob ein Anbieter überhaupt in Österreich tätig sein darf. Fehlt eine Zulassung, veröffentlicht die FMA umgehend Investorenwarnungen, die tausende Verbraucher vor gefährlichen Plattformen schützen.

Bei Verdacht auf strafbare Handlungen wird die FMA selbst aktiv und leitet den Fall an die Staatsanwaltschaft weiter. Außerdem tragen diese Meldungen zur internationalen Zusammenarbeit bei: Kontoinformationen, Walletdaten oder verdächtige Zahlungsströme helfen, Geldwäsche frühzeitig zu erkennen und europaweit koordinierte Gegenmaßnahmen zu entwickeln.

Jede Meldung stärkt den Schutz aller Anleger

Ob bei der Polizei oder der FMA – jeder Hinweis trägt dazu bei:

  • betrügerische Plattformen schneller aufzudecken,

  • andere Anleger vor Schäden zu bewahren,

  • Ermittlungen zu unterstützen,

  • Täter zur Rechenschaft zu ziehen,

  • die Sicherheit des Finanzmarktes insgesamt zu erhöhen.

Die zentrale Botschaft der FMA lautet deshalb: „Reden statt schweigen.“
Nur wer Verdachtsfälle meldet, hilft aktiv mit, den Schaden einzugrenzen – nicht nur den eigenen, sondern auch jenen, der potenziell tausende andere treffen könnte.

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