Kaum naht der „Black Friday“, kriechen sie wieder aus ihren digitalen Schattenlöchern: Fake-Shops, die aussehen wie die edlen Zwillinge echter Onlinehändler – nur eben ohne Ware, ohne Service und mit garantiertem Ärgerpotenzial. Verbraucherschützer warnen eindringlich: Wer im Rabattfieber klickt, landet schneller in der Falle, als man „99 % reduziert“ sagen kann.
Die Masche ist alt, aber jedes Jahr verfeinert:
Fake-Shops präsentieren sich mit professionellen Designs, schicken Produktbildern und Preisen, die wirken, als würde der Händler entweder den Verstand verloren haben oder Weihnachten zwei Monate früher feiern.
Verbraucherschützer sagen ganz klar:
Wenn der Preis zu gut ist, um wahr zu sein – dann ist er es meistens auch.
Weitere Warnsignale:
Anbieter sitzt plötzlich irgendwo außerhalb der EU
Impressum? Fehlanzeige – oder kreativ zusammengeschustert
Nur Vorkasse oder dubiose Zahlungsoptionen
Texte voller Fehler, die selbst Google Translate beschämt hätten
Bevor die Kreditkarte glüht oder das PayPal-Konto heult, raten Experten zum Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentralen. Dort sind unzählige bekannte Betrugsseiten gelistet – und jeden Monat kommen neue dazu.
Der Blick ins Register dauert Sekunden – und erspart oft monatelanges Hinterherlaufen einer Bestellung, die nie existiert hat.
Besonders in Mecklenburg-Vorpommern schlagen Verbraucherschützer Alarm: Die Beschwerden über Fake-Shops steigen spürbar.
Über 10.000 Fälle wurden bundesweit allein im vergangenen Jahr registriert – und das ist nur das, was gemeldet wurde. Die Dunkelziffer dürfte locker ein paar Nullstellen mehr vertragen.
Der Black Friday lockt mit echten Angeboten, aber eben auch mit cleveren Betrugsfallen. Wer aufmerksam bleibt, kann entspannt sparen. Wer unbedacht klickt, spendet unfreiwillig – allerdings nicht an wohltätige Organisationen, sondern an Cyberbetrüger.
Also: Lieber zweimal prüfen als einmal zahlen – und nie wieder etwas sehen.
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