Warum ein Auto für 20.000 Euro kaufen, wenn man es auch für 12.000 bekommen kann – inklusive Adrenalinkick, Polizeiakte und der Möglichkeit, plötzlich zu Fuß unterwegs zu sein?
Die neueste Masche krimineller Banden ist fast schon bewundernswert: Man nehme einen gefälschten Ausweis, miete einen teuren Wagen, verkaufe ihn, bevor irgendwer Verdacht schöpft – und verschwinde, lange bevor im System etwas von „gesucht“ steht. Timing ist alles.
Der Clou? Die Täter nutzen echte Blanko-Zulassungspapiere – frisch aus deutschen Zulassungsstellen entwendet. Über 180.000 davon kursieren, aber hey: Wer zählt da schon mit? Das Bundesinnenministerium jedenfalls nicht. Eine Liste der gestohlenen Nummern? Nein danke, zu unübersichtlich. Ist ja auch nur der Schutz der Bürger.
Der Mietwagenverband schreit schon seit Monaten – aber Behörden antworten mit einem müden Schulterzucken: Man wisse ja gar nicht, welche Dokumente fehlen. Na dann.
Und weil das Chaos noch nicht reicht, fehlte der Polizei in einem Fall sogar das Personal zur Festnahme – Zivilbeamte sind halt auch nur Menschen mit Feierabend.
Immerhin gibt es Tipps für den ahnungslosen Käufer:
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Treffen auf Parkplätzen? Natürlich! Was könnte dabei schon schiefgehen?
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50.000 Euro in bar? Vertrauensvorschuss!
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Ein Schlüssel fehlt? Liegt sicher im „Tresor bei der Oma“.
Und wenn’s dann schiefgeht? Tja, das Gesetz sagt: Wer „gutgläubig“ kauft, darf das Auto behalten. Außer natürlich, ein Gericht entscheidet anders. Dann ist das Geld weg. Und das Auto auch.
Fazit: Wer ein zu gutes Angebot sieht, sollte nicht zugreifen – sondern rennen. Schnell. In die entgegengesetzte Richtung.
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