Startseite Allgemeines Schießerei in ICE-Einrichtung in Dallas: Ein Toter, zwei Schwerverletzte
Allgemeines

Schießerei in ICE-Einrichtung in Dallas: Ein Toter, zwei Schwerverletzte

TanteTati (CC0), Pixabay
Teilen

In Dallas, Texas, hat am Mittwochmorgen ein Schütze das Gelände einer Einrichtung der US-Einwanderungsbehörde ICE (Immigration and Customs Enforcement) unter Beschuss genommen. Nach Angaben der Behörden kam dabei ein Häftling ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt.

Der Angreifer eröffnete das Feuer von einem nahegelegenen Dach aus und traf sowohl das Gebäude als auch ein Transportfahrzeug. Laut Polizei starb er anschließend durch einen Schuss ins eigene Leben.

Zunächst hatte das US-Heimatschutzministerium von zwei Todesopfern berichtet, korrigierte diese Angaben jedoch später.

Mutmaßliches Motiv: „Anti-ICE“
Nach Angaben des FBI deuten Funde am Tatort auf ein ideologisches Motiv hin. Auf einer Patronenhülse war die Aufschrift „ANTI-ICE“ zu lesen. Der mutmaßliche Täter wurde von US-Medien als der 29-jährige Joshua Jahn identifiziert, eine offizielle Bestätigung der Behörden steht noch aus.

Die Ermittler gehen von einem gezielten Angriff auf die Einwanderungsbehörde aus. ICE-Beamte selbst wurden nicht getroffen.

Politische Reaktionen
Das Attentat hat in den USA erneut eine Debatte über politische Gewalt entfacht. Präsident Donald Trump sprach von einem „abscheulichen“ Anschlag, den er „linksextremen Terrornetzwerken“ zuschrieb. Er kündigte eine Anordnung gegen inländischen Terrorismus an, ließ aber offen, wie diese umgesetzt werden soll.

Auch Demokraten verurteilten den Angriff scharf. Senator Cory Booker erklärte: „Die Dämonisierung ganzer Gruppen macht sie zu Zielen. Das muss aufhören.“

Der republikanische Senator Ted Cruz warnte vor einer Eskalation der Rhetorik: „In Amerika dürfen wir uns streiten – aber politische Gegner sind keine Nazis.“

Vizepräsident JD Vance wiederum machte die Demokraten mitverantwortlich. Wenn man ICE-Beamte als „Gestapo“ bezeichne, „dürfe man sich über solche Taten nicht wundern“.

Mexikanischer Staatsbürger schwer verletzt
Unter den Opfern befindet sich auch ein mexikanischer Staatsbürger, wie das Außenministerium in Mexiko-Stadt bestätigte. Er sei schwer verletzt und werde im Krankenhaus behandelt. Die mexikanische Regierung forderte umfassende Aufklärung und Zugang zum Opfer.

Hintergrund: Gewalt gegen ICE
Die Schießerei ist nicht der erste Angriff auf eine Einrichtung der Einwanderungsbehörde. Bereits im Juli war ein ICE-Zentrum in Texas Ziel einer bewaffneten Attacke, bei der ein Polizist verletzt wurde. Insgesamt registrieren die Behörden seit Beginn der verschärften Abschiebekampagne der Trump-Regierung eine deutliche Zunahme von Angriffen gegen Einwanderungsbeamte – um rund 700 Prozent.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Laura Fernández gewinnt Präsidentschaftswahl in Costa Rica mit harter Linie gegen Kriminalität

Laura Fernández von der konservativen Regierungspartei „Souveräne Volkspartei“ hat die Präsidentschaftswahl in...

Allgemeines

Zwischen Eichhörnchen-Beleidigungen und Putin-Fragen: BBC-Reporter auf Gratwanderung in Russland

„Steve Rotten-berg, dieser BBC-Typ sieht aus wie ein kackendes Eichhörnchen!“ – Wenn...

Allgemeines

Gold glänzt weniger, Silber stürzt – Edelmetalle auf Crash-Diät

Es rappelt im Edelmetallkeller: Gold und Silber, die glamourösen Diven unter den...

Allgemeines

Insolvenz:weVENTURES GmbH

3 IN 20/26 : In dem Insolvenzantragsverfahren über das Vermögen der weVENTURES...