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Savannah Guthrie spricht erstmals über das Verschwinden ihrer Mutter: „Ich stelle mir ihre Angst vor“

geralt (CC0), Pixabay
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Mehr als 50 Tage nach dem rätselhaften Verschwinden ihrer Mutter hat sich US-Moderatorin Savannah Guthrie erstmals öffentlich geäußert – und dabei tiefe Verzweiflung erkennen lassen. In einem emotionalen Fernsehinterview sprach die »Today«-Moderatorin über schlaflose Nächte, quälende Gedanken und die Hoffnung, dass der Fall doch noch aufgeklärt wird.

Die US-Journalistin Savannah Guthrie hat sich zum ersten Mal seit dem Verschwinden ihrer Mutter Nancy Guthrie in einem Fernsehinterview geäußert. In einem am Mittwoch veröffentlichten Ausschnitt der Sendung »Today« spricht die 54-Jährige unter Tränen über die Belastung, die der Fall für sie und ihre Familie bedeutet.

»Jemand muss endlich das Richtige tun. Wir sind in Qualen. Es ist unerträglich«, sagte Guthrie im Gespräch mit ihrer engen Freundin und Kollegin Hoda Kotb. Während des Interviews liefen ihr Tränen über das Gesicht. Besonders der Gedanke an die letzten Stunden ihrer Mutter lasse sie nicht los: »Ich wache jede Nacht mitten in der Nacht auf. Und in der Dunkelheit stelle ich mir ihre Angst vor.«

Seit Ende Januar verschwunden

Nancy Guthrie, 84 Jahre alt und gesundheitlich angeschlagen, wurde zuletzt am Samstag, dem 31. Januar, gesehen. Am Morgen darauf meldete ihre Familie sie als vermisst. Nach Angaben eines NBC-nahen Familienkontakts war die Seniorin üblicherweise mit Freunden und Nachbarn zu einem gemeinsamen Online-Gottesdienst verabredet. Als sie am Sonntag nicht wie gewohnt erschien, wurde ihre Tochter Annie informiert, die in der Nähe lebt.

Die Ermittler des Sheriff’s Department im Pima County im Bundesstaat Arizona gehen inzwischen davon aus, dass Nancy Guthrie gegen ihren Willen aus ihrem Haus gebracht wurde.

„Sie muss jetzt nach Hause kommen“

Trotz aller Verzweiflung zeigte sich Savannah Guthrie im Interview kämpferisch. Die Gedanken an das mögliche Schicksal ihrer Mutter seien zwar kaum zu ertragen – verdrängen wolle sie sie dennoch nicht.

»Es ist unvorstellbar. Aber diese Gedanken müssen gedacht werden«, sagte sie. »Ich werde mein Gesicht nicht verbergen. Aber sie muss jetzt nach Hause kommen.«

Kollegin Hoda Kotb, die Guthrie in deren Abwesenheit bei der »Today«-Show vertritt, beschrieb das Gespräch als Mischung aus Verzweiflung und Entschlossenheit. Sie sei beeindruckt gewesen, wie gefasst Guthrie trotz der Belastung aufgetreten sei. Auch Moderator Carson Daly sprach von einem »zerreißenden« Zustand, in dem sich seine Kollegin seit Wochen befinde.

Ermittlungen laufen weiter – doch neue Hinweise bleiben aus

Die Behörden betonen, dass es sich weiterhin um ein aktives Ermittlungsverfahren handelt. Öffentlich bekannt gewordene neue Entwicklungen hat es zuletzt jedoch kaum gegeben. Die Suche nach der 84-Jährigen läuft nach Angaben der Ermittler dennoch weiter.

Savannah Guthrie und ihre Familie versuchen derweil, den öffentlichen Druck aufrechtzuerhalten. In einer am 22. März veröffentlichten Erklärung baten sie erneut um Hinweise aus der Bevölkerung. Besonders wichtig seien dabei auch scheinbar unbedeutende Details: Aufnahmen von Überwachungskameras, Notizen, Textnachrichten oder Beobachtungen, die im Rückblick relevant sein könnten.

»Wir glauben weiterhin, dass die Menschen in Tucson und im Süden Arizonas den Schlüssel zur Aufklärung dieses Falls in den Händen halten«, erklärte die Familie. »Jemand weiß etwas. Möglicherweise verfügt jemand über Informationen, ohne zu ahnen, wie wichtig sie sind.«

Fahndung nach möglichem Verdächtigen

Bereits Anfang Februar hatten die Behörden Bilder eines möglichen Verdächtigen veröffentlicht. Die Aufnahmen stammen von einer privaten Überwachungskamera. Ob sich daraus konkrete Spuren ergeben haben, ist bislang unklar.

Wer Hinweise hat, soll sich an das FBI, das Sheriff’s Department des Pima County oder die örtliche Hinweisstelle »88-CRIME« wenden.

 

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