Die jüngste Veröffentlichung von E-Mails aus dem Nachlass von Jeffrey Epstein wirft erneut ein grelles Licht auf Sarah Ferguson, Ex-Frau von Prinz Andrew, und ihre Töchter Prinzessin Beatrice und Prinzessin Eugenie. In den Dokumenten zeigt sich eine bemerkenswert enge, geradezu schwärmerische Beziehung Fergusons zu dem 2019 verstorbenen Sexualstraftäter – und es kommen neue pikante Details über Geldforderungen, persönliche Kontakte und Epsteins Zugang zum britischen Hochadel ans Licht.
„Heirate mich“ – Fergusons überschwängliche E-Mails
In mehreren E-Mails, die zwischen 2009 und 2011 geschrieben wurden, beschreibt Ferguson Epstein als „den Bruder, den ich mir immer gewünscht habe“. In einer besonders emotionalen Nachricht schreibt sie:
„Ich bin dir zu Diensten. Heirate mich einfach.“
Sie dankt Epstein mehrfach für seine Unterstützung in geschäftlichen und privaten Angelegenheiten und lobt seine „Großzügigkeit und Freundlichkeit“.
Glückwünsche zur Geburt eines „Baby Boy“
Eine weitere E-Mail, unterzeichnet mit „Sarah“, gratuliert Epstein zur Geburt eines angeblichen Sohnes – obwohl nie bekannt war, dass Epstein ein Kind hatte. In der Nachricht heißt es:
„Auch wenn du dich nie gemeldet hast, bin ich noch da – mit Liebe und Freundschaft. Glückwunsch zu deinem Baby Boy.“
Ob es sich um einen tatsächlichen Sohn oder eine Metapher handelt, bleibt unklar. Sollte das Kind existieren, wäre es heute ein Teenager.
Ferguson bat mehrfach um Geld
In einer Nachricht aus dem Jahr 2009 bittet Ferguson Epstein um 20.000 Pfund (rund 27.500 US-Dollar) für Mietrückstände. Sie schreibt:
„Der Vermieter droht, an die Presse zu gehen, wenn ich nicht zahle. Hast du eine Idee?“
Laut weiteren E-Mails soll Epstein sie über 15 Jahre lang finanziell unterstützt haben. Es gibt Hinweise auf juristische Bemühungen zur Begleichung ihrer Schulden.
Epstein nutzte Ferguson zur Imagepflege
Epstein versuchte offenbar, Ferguson öffentlich als Verteidigerin zu nutzen. In einer internen E-Mail heißt es:
„Ich denke, Fergie kann jetzt sagen: Ich bin kein Pädophiler.“
Sein PR-Team empfahl, Ferguson solle frühere Äußerungen zurücknehmen, um Epsteins Ruf zu verbessern. Ferguson schrieb später, sie habe Epstein nicht als „P“ (Pädophilen) bezeichnet und wolle nur ihre eigene Marke schützen.
Eugenies Privatleben in E-Mails erwähnt
Auch die Töchter Beatrice und Eugenie werden erwähnt. In einer E-Mail schreibt eine unbekannte Person über Eugenies „Shagging Weekend“, also ein Wochenende mit sexuellen Eskapaden. In einer anderen Nachricht lädt Epstein Ferguson und ihre Töchter zum Mittagessen ein – was offenbar auch stattfand.
In einer weiteren E-Mail von 2010 schreibt Epstein, Ferguson habe ihm versprochen, sie könne „Tee im Buckingham Palace oder Windsor Castle“ arrangieren – ein Indiz für seinen Zugang zu den royalen Kreisen.
Rückschläge für die Familie York
Obwohl keines der Familienmitglieder strafrechtlich beschuldigt wird, sind die Imageschäden erheblich. Prinz Andrew wurde bereits alle militärischen Titel und königlichen Ehren entzogen. Sarah Ferguson hat laut Bericht mehrere Wohltätigkeitspartner verloren, und es ist unklar, wohin sie nach dem Auszug aus dem Royal Lodge ziehen wird.
Beatrice (37) und Eugenie (35) behalten zwar ihre Titel, doch erneut stellt sich die Frage, ob sie sich jemals vollständig vom Skandal um ihre Eltern distanzieren können.
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