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Salahs Abschied aus Liverpool: Schwer, schmerzhaft – und am Ende wohl unvermeidlich

jorono (CC0), Pixabay
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Es ist das Ende einer Ära, die in Liverpool eigentlich nie hätte so leise beginnen sollen.

Mohamed Salah wird den FC Liverpool im Sommer verlassen. Nach 435 Pflichtspielen, 255 Toren und unzähligen magischen Momenten endet die Geschichte des „Egyptian King“ nicht mit einer großen Verlängerung, sondern mit einem vorzeitigen Abschied – emotional, schmerzhaft und doch kaum noch überraschend.

Seit seinem Wechsel 2017 von der AS Rom hat Salah an der Anfield Road praktisch alles gewonnen: Champions League, Premier League, FA Cup, Ligapokal. Dazu kommen vier Torjägerkanonen in der Premier League und ein Status, den nur wenige erreichen: Salah ist längst einer der größten Spieler der Klubgeschichte.

Doch in dieser Saison begann etwas zu kippen.

Unter Trainer Arne Slot verlor Salah erstmals seinen unantastbaren Status. Eine Bankplatzierung in der Champions League gegen Frankfurt soll ihn tief getroffen haben. Spätestens als ihm intern signalisiert wurde, dass er künftig nicht mehr automatisch gesetzt sei, war klar: Die Rollen verändern sich.

Liverpool investierte massiv in den Umbruch der Offensive – unter anderem mit Stars wie Alexander Isak, Florian Wirtz und Hugo Ekitike. Die Botschaft war deutlich: Die Zukunft des Angriffs sollte nicht mehr allein um Salah kreisen.

Nach einem explosiven Interview im Dezember, in dem Salah offen über Spannungen mit Slot sprach, eskalierte die Lage. Kurz darauf wurde er sogar aus dem Kader gestrichen. Zwar folgte später wieder eine sportliche Annäherung, doch hinter den Kulissen war der Weg offenbar längst vorgezeichnet.

Im Januar soll es laut BBC bereits eine mündliche Einigung gegeben haben: Salah und Liverpool trennen sich im Sommer.

Dass Salah den Abschied nun frühzeitig öffentlich macht, wirkt wie ein letzter Akt der Kontrolle. Er wollte den Fans Zeit geben. Zeit für Würdigungen, Gesänge, letzte große Nächte.

Denn bei aller Härte des Endes bleibt vor allem eines: Dankbarkeit.

Salah verlässt Liverpool nicht als Problemfall, sondern als Legende. Als Spieler, der geliefert hat, was er 2017 versprach – und weit mehr.

Er wollte „alles für den Klub geben“.

Genau das hat er getan.

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