Startseite Allgemeines „Ruhe oder Panik?“ – Das große Kriseninterview nach Bratislava
Allgemeines

„Ruhe oder Panik?“ – Das große Kriseninterview nach Bratislava

Maklay62 (CC0), Pixabay
Teilen

Reporter: Herrschaften, danke, dass Sie sich trotz Krisenstimmung einfinden konnten. Fangen wir gleich an: 0:2 gegen die Slowakei – was war da los?

Loddar: Also, ganz ehrlich, so was hab ich noch nie gesehen. Gut, außer 1999, 2000, 2004, 2018 und eigentlich jedes zweite Turnier. Aber da muss man schon sagen: Des war Arbeitsverweigerung.

Mahrio: Arbeitsverweigerung? Pah! Die Jungs haben doch gearbeitet. Nur halt am falschen Ort – am Handy, auf Insta. Fußball? Fehlanzeige. Früher ham wir am Abend vor’m Spiel acht Halbe und drei Zigarettenpackungen geschafft – und trotzdem gewusst, wo des Tor steht.

Manuel: Ähm, also … ich hab den Ball gesehen. Aus der Entfernung. So 80 Meter vor mir. Dann war er im Netz. Zweimal. Ich sag mal so: Es war … unglücklich.

Ulli the Boss: Unglücklich? Schmarrn! Wenn meine Bayern so gespielt hätten, dann wär’s aber gescheppert in der Kabine. Da hätt’s gekracht, aber richtig. Nagelsmann hat doch Taktiken, da versteht ja nicht mal der Laptop selbst, was er will.

Reporter: Apropos Nagelsmann – hat er die Mannschaft noch im Griff?

Loddar: Also, wenn du mich fragst: Der Julian, der denkt halt zu viel. Fußball is einfach, gell. Elf Freunde müsst ihr sein – oder im Zweifel elf Bayernfans.

Mahrio: Ich sag’s euch: Der Julian malt da Pfeile und Kästchen wie in der Grundschule. Ich brauch keine Taktiktafel. Gib mir den Ball, und ich hau ihn rein. Fertig.

Manuel: Ich find schon, dass wir alle Profis sind bei sehr guten, teilweise überragenden Klubs … also meistens. Aber wenn der Trainer sagt, wir sollen wie im Champions-League-Halbfinale spielen, dann frag ich mich halt: Wer ist der Gegner – Real Madrid oder Nordirland?

Ulli the Boss: Nordirland hin oder her – wenn wir das vergeigen, dann gute Nacht. Dann fahr ich persönlich nach Köln und stell die Aufstellung auf. Und glaubt mir: Da stehen mehr Bayern drin als beim Oktoberfest auf der Theresienwiese.

Reporter: Und wer soll die Kreativität bringen? Musiala fehlt, Wirtz schwächelt.

Loddar: Kreativität? Des braucht’s doch net. Ordentliche Viererkette, zwei schnelle Konter, fertig. So hab ich die WM gewonnen. Gut, fast.

Mahrio: Kreativität … also wenn’s nur darum geht: Ich könnte noch mal die Schuhe schnüren. Ein Freistoß, und zack – wir sind wieder im Geschäft.

Manuel: Vielleicht sollte ich als spielmachender Torwart noch weiter vorrücken. Ab der Mittellinie.

Ulli the Boss: Manuel, bleib im Tor! Das ist ja schon schlimm genug. Wir brauchen Kämpfer, Typen. Früher hätt’s den Andi Brehme gegeben. Heute? Frisurenmodelle.

Reporter: Ihr Fazit? Ruhe oder Panik?

Alle gleichzeitig: Panik!

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Interview mit Rechtsanwalt Jens Reime: „Der DSA ist kein Papiertiger – Plattformen müssen illegale Inhalte effektiv meldbar machen“

Anlass:Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat am 2. März 2026 eine Untersuchung veröffentlicht,...

Allgemeines

Die FMA warnt vor Geschäftsabschlüssen mit Miningrid L.L.C / Mining Race

Die Finanzmarktaufsicht Österreich (FMA) warnt vor dem Abschluss von Geschäften mit folgendem...

Allgemeines

Republikaner treiben „SAVE America Act“ voran – doch viele Wähler bleiben skeptisch

Für viele Stimmen aus dem MAGA-Lager steht beim sogenannten „SAVE America Act“...

Allgemeines

Steigende Spritpreise setzen US-Unternehmen unter Druck: Preiserhöhungen kaum noch durchsetzbar

Die stark gestiegenen Energiepreise bringen viele kleine und mittelständische Unternehmen in den...