Wirtschaft

Rücktritt

stevepb (CC0), Pixabay
Teilen

Mitten in einer schweren Wirtschaftskrise hat der argentinische Wirtschaftsminister Martin Guzman das Handtuch geworfen. Angesichts einer starken Abwertung der Landeswährung Peso gegenüber dem Dollar, steigender Inflation, Protesten der Landwirte und fehlender politischer Unterstützung reichte der 39-jährige Ökonom gestern seinen Rücktritt ein.

Guzman galt als wichtiger Vertrauter von Präsident Alberto Fernandez. Zuletzt handelte er mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ein neues Kreditabkommen für das hoch verschuldete Land aus. Dafür wurde er allerdings immer wieder von den Anhängern der Vizepräsidentin und ehemaligen Staatschefin, Cristina Kirchner, angefeindet.
Schwere Wirtschaftskrise

Die zweitgrößte Volkswirtschaft Südamerikas steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschaftskrise. Argentinien leidet unter einem aufgeblähten Staatsapparat, geringer Produktivität der Industrie und einer großen Schattenwirtschaft, die dem Staat viele Steuereinnahmen entzieht. Die Landeswährung Peso wertet gegenüber dem US-Dollar immer weiter ab, der Schuldenberg wächst kontinuierlich. Die Inflationsrate liegt bei 60,7 Prozent

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Wirtschaft

Chinesische KI-Spionage?

Der US-KI-Konzern Anthropic wirft drei chinesischen Unternehmen vor, in großem Stil Daten...

Wirtschaft

Software-Unternehmen: Droht eine „SaaS-pocalypse“?

Jahrelang fragten sich Anleger, ob der KI-Boom nur eine spekulative Blase sei....

Wirtschaft

Airbus bringt Zwei-Jet-Lösung für Europas Kampfjet-Projekt ins Spiel

Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus hat vorgeschlagen, das ins Stocken geratene...

Wirtschaft

„Made in Europe“: London warnt vor neuen Handelsbarrieren durch EU-Industriepläne

Die geplante „Made in Europe“-Strategie der Europäischen Union sorgt in London für...