Ach, Plagiatsvorwürfe gegen Politiker – ein Klassiker der Wahlkampfunterhaltung! Dieses Mal trifft es Robert Habeck, der mit seiner Doktorarbeit „Die Natur der Literatur“ ins Visier des österreichischen Plagiatsjägers Stefan Weber geraten ist. Und was soll man sagen? Die Story hat alles: Fußnoten-Drama, Wissenschaftssimulation und den obligatorischen „Es war alles ganz anders“-Moment.
Natürlich kam Habeck der Sache zuvor und ließ seine Uni mal fix über die Arbeit schauen – sicher ist sicher. Und siehe da: Kein wissenschaftliches Fehlverhalten, sagt die Universität Hamburg. „Nur ein paar Ungenauigkeiten in den Fußnoten“, sagt Habeck. „Herr Habeck, Sie schwindeln!“, sagt Weber auf X. Eine herrliche Schlammschlacht.
Plagiat? Nein, nur „unkonventionelle Recherchemethoden“
Weber wirft Habeck vor, eine Quellenarbeit „simuliert“ zu haben. Wer hätte gedacht, dass Literaturwissenschaftler sich auch mit Fiktion in eigenen Werken auskennen? Der Vorwurf: Er habe methodisch so getan, als hätte er Quellenarbeit geleistet, die nie stattfand. Gut, das kennen wir ja – von vielen politischen Ankündigungen, die dann nie umgesetzt werden.
Die Uni Hamburg sieht das alles aber nicht so dramatisch: „Weder vorsätzlich noch grob fahrlässig“ habe Habeck gegen die guten wissenschaftlichen Standards verstoßen. Also einfach ein bisschen schlampig zitiert – oder, wie es ein gewiefter Politiker nennen würde: kreativer Umgang mit Quellenangaben.
Gute Ideen klauen? Da wäre Nachhilfe nötig!
Das wirklich Tragische an der ganzen Geschichte ist doch: Warum kann Habeck sich nicht mal richtig gute Ideen abschauen? Statt fragwürdige Quellenarbeit zu kopieren, wäre es doch schön, wenn er sich mal ein paar funktionierende Konzepte für die Energiewende oder den Wirtschaftsstandort Deutschland ausleihen würde. Vielleicht mal einen Blick in erfolgreiche Modelle werfen – und diesmal die Fußnoten korrekt setzen?
Aber nein, stattdessen muss sich Habeck jetzt damit beschäftigen, seine Dissertation zu überarbeiten – „wenn etwas mehr Zeit ist“, sagt er. Also ungefähr dann, wenn der BER profitabel läuft oder der BER-Wahlkampf fair wird – also vermutlich nie.
Und dann auch noch die Familie!
Damit die Sache nicht zu langweilig wird, nimmt Weber gleich noch Habecks Frau ins Visier. Auch sie soll wissenschaftlich etwas freihändig zitiert haben. Habeck zeigt sich empört: „Meine Frau kandidiert für kein politisches Mandat.“ Richtig, aber das tat Karl-Theodor zu Guttenberg damals auch nicht – und trotzdem waren seine Copy-Paste-Künste legendär.
Aber seien wir ehrlich: Es wäre doch witzig, wenn jetzt alle Politiker ihre wissenschaftlichen Arbeiten von ihren Unis „nachträglich überarbeiten“ lassen müssten. Am Ende bleibt dann wohl nur noch ein Absatz übrig: „Diese Seite wurde absichtlich freigelassen.“
Fazit: Alles halb so wild – oder doch nicht?
Am Ende ist es wie immer: Die einen sehen einen Skandal, die anderen nur eine „kleine Formalität“. Habeck bleibt gelassen, Weber wird weiter enthüllen, und die Wähler? Die haben sich an solche Geschichten längst gewöhnt. Vielleicht wäre es einfach mal Zeit für eine ehrliche Fußnote in der Politik – aber das bleibt wohl eine Utopie.
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