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Richtiges Händewaschen: Warum 20 Sekunden entscheidend sind

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Mit Beginn der Grippesaison wird ein Thema wieder besonders wichtig: Händewaschen. So simpel es klingt – es ist eine der wirksamsten Methoden, um Infektionen zu verhindern. Dr. Eric Ascher, Hausarzt am Lenox Hill Hospital in New York, bringt es auf den Punkt: „Über 80 % aller Infektionen werden über die Hände übertragen – durch Kontakt mit kontaminierten Oberflächen und anschließendes Berühren von Augen, Nase oder Mund.“

Sein Tipp: Immer die Hände waschen, sobald man nach Hause kommt – und natürlich vor dem Essen sowie nach dem Kontakt mit gemeinsam genutzten Flächen.

Warum genau 20 Sekunden?

Die 20-Sekunden-Regel stammt aus der Pandemiezeit – und gilt weiterhin. „Es braucht diese Zeit, damit die Seife und die Reibung beim Händewaschen die Keime effektiv lösen können“, erklärt Ascher. Wer keine Stoppuhr zur Hand hat, kann einfach zweimal „Happy Birthday“ singen oder den Refrain von „Respect“ von Aretha Franklin – und schon sind 20 Sekunden rum.

Studien zeigen allerdings: Viele Menschen waschen sich entweder zu selten oder nicht gründlich genug die Hände. Wichtig ist, alle Bereiche zu schrubben – Handflächen, Handrücken, Fingerzwischenräume und besonders unter den Fingernägeln, denn dort tummeln sich besonders viele Mikroben.

Warmes oder kaltes Wasser?

Die Temperatur des Wassers spielt laut Ascher für die Wirksamkeit keine Rolle. „Entscheidend sind Seife, Reibung und Zeit.“ Warmes Wasser wird nur deshalb empfohlen, weil es angenehmer ist. Heißes Wasser kann die Haut austrocknen, kaltes ist oft unangenehm – was dazu führt, dass man zu früh aufhört.

Normale oder antibakterielle Seife?

Die CDC (US-Gesundheitsbehörde) betont: Für den Hausgebrauch bringt antibakterielle Seife keinen zusätzlichen Nutzen. Entscheidend ist, dass Seife überhaupt benutzt wird – denn die darin enthaltenen Tenside lösen Schmutz und Keime von der Haut. Zudem schrubbt man meist gründlicher, wenn Seife verwendet wird.

Reicht auch Handdesinfektionsmittel?

„Nein“, sagt Ascher deutlich. Handdesinfektion ist nur eine Notlösung, wenn Wasser und Seife nicht zur Verfügung stehen. Besonders gegen bestimmte Viren – wie das Norovirus – ist Desinfektionsmittel nicht wirksam. Und: Liegt der Alkoholgehalt unter 70 %, sinkt die Wirksamkeit deutlich.

Fazit: Seife, Wasser, Reibung – und 20 Sekunden Geduld. Das bleibt die einfachste und beste Waffe gegen Keime.

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