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Rene Benkos neue Residenz: Von der Luxusvilla in den Luxusknast?

falco (CC0), Pixabay
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Ein Anwesen in Kitzbühel, ein Chauffeur in der G-Klasse, ein persönlicher Koch – René Benko wusste, wie man es sich gut gehen lässt. Doch jetzt gibt es eine radikale Wohnsitzverlagerung: Statt Marmorböden gibt es graue Betonwände, statt Champagner nur Leitungswasser und statt eines Sternekochs nun die Kantine der Justizanstalt Josefstadt.

Der Ex-Milliardär und einstige Immobilien-Tycoon sitzt hinter Gittern – und das in einem Gefängnis, das nicht gerade für seinen Fünf-Sterne-Komfort bekannt ist. Die Zellen sind kleiner als das Ankleidezimmer seiner Villa, und statt eines Wellnessbereichs gibt es immerhin eine Stunde Hofgang.

Die Festnahme: Handschellen statt Handschlag

Am Donnerstagmorgen, pünktlich zum ersten Kaffee, klingelte es bei Benko – aber nicht der Room Service, sondern die Polizei. Er wurde in seinem Büro unter dem Dach des Kaufhauses Tirol verhaftet, während Ermittler parallel seine Villa in Innsbruck-Igls, seinen Ferienwohnsitz in Vorarlberg und seine Privatwohnung in Wien durchsuchten. Offenbar waren die österreichischen Behörden neugierig, was Benko mit seinem angeblich nicht mehr existenten Vermögen so alles angestellt hat.

Der Vorwurf? Mutmaßlicher Betrug und Insolvenzstraftaten. Monatelang hatten Ermittler seine Telefone abgehört, E-Mails durchforstet und offenbar genügend Material gefunden, um ihm die persönliche Einladung ins „Graue Haus“ zu überreichen.

Vom „Wunderwuzzi“ zum Wirtschaftswunder hinter Gittern?

Benkos Signa-Imperium war einst eine der schillerndsten Erfolgsgeschichten Europas – eine Mischung aus Immobilien-Magie und kreativer Finanzakrobatik. Doch als die Milliardenblase platzte, stellte sich heraus: Auch ein Wunderwuzzi kann sich nicht einfach aus der Insolvenz zaubern.

Während Investoren um ihr Geld bangen, wurde Benko nach seiner Festnahme in Wien ins Gefängnis überstellt. Dort gibt es weder einen Butler noch eine eigens designte Ankleide, sondern karge Zellen mit Stockbetten und ungemütlichem Charme.

Eine Entscheidung über die Untersuchungshaft wird bis spätestens Samstag erwartet – doch Insider munkeln, dass Benko wohl noch eine Weile im unfreiwilligen Sabbatical bleiben wird.

„Jetzt heißt es Knast statt Kitzbühel“

Während frühere Geschäftspartner sich bedeckt halten, meldete sich ausgerechnet Benkos Schwiegermutter zu Wort – und ihre Worte hatten es in sich:

„Es war zu erwarten. Statt Kitzbühel und High Society gibt es für ihn jetzt Knast. Es tut mir für meine Enkel leid.“

Ob René Benko nun seine berüchtigten „Deals im Verborgenen“ hinter schwedischen Gardinen weiterführt, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Der Ex-Milliardär hat eine neue Herausforderung – den härtesten Immobilienmarkt der Welt zu meistern.

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