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Die irischen Datenschützer haben gegen den Messengerdienst WhatsApp eine Rekordstrafe verhängt. Wegen fehlender Transparenz bei der Weitergabe von persönlichen Daten müsse die Facebook-Tochter 225 Millionen Euro zahlen, urteilte die Datenschutzbehörde DPC heute, die bisher noch nie eine so hohe Geldbuße verhängt hat.

Zugleich erteilte die DPC eine Rüge und verlangte bestimmte Schritte von dem US-Konzern. WhatsApp bezeichnete die Strafe als „vollkommen unangemessen“ und kündigte an, in Berufung zu gehen.

Der österreichische Datenschutzaktivist Max Schrems begrüßte die Strafe in einer Aussendung, relativierte die Höhe aber: „Selbst die 225 Millionen sind immer noch nur 0,08 % des Umsatzes der Facebook-Gruppe. Die DSGVO sieht Geldbußen von bis zu vier Prozent des Umsatzes vor. Das alles zeigt, dass die irische Datenschutzbehörde immer noch extrem dysfunktional ist.“

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