Nach der Tötung des Drogenbosses Rubén Oseguera Cervantes, bekannt als „El Mencho“ und Anführer des Jalisco-New-Generation-Kartells (CJNG), raten Sicherheitsexperten US-Reisenden zur Vorsicht – einige sogar ausdrücklich von Reisen nach Mexiko ab.
Die Militäraktion gegen Oseguera löste Unruhen in mehreren Landesteilen aus, darunter auch in beliebten Urlaubszielen wie Puerto Vallarta und Guadalajara. Es kam zu Straßensperren, brennenden Fahrzeugen und chaotischen Szenen an Flughäfen. Zwar teilte das US-Außenministerium inzwischen mit, dass die meisten Flughäfen wieder normal arbeiten und die Lage sich teilweise beruhigt habe. Doch Experten warnen: Die Situation bleibt unberechenbar.
Guadalupe Correa-Cabrera von der George Mason University beschreibt das Kartell als eine Art „Franchise-System“ mit regionalen Machtstrukturen. Die Ausschaltung eines Anführers könne zwar kurzfristig Ruhe bringen, langfristig aber zu internen Machtkämpfen und neuer Gewalt führen. Ähnliche Entwicklungen habe es in der Vergangenheit bereits gegeben.
Mike Ballard vom Sicherheitsunternehmen Global Guardian betont, dass Hotelanlagen bislang weitgehend verschont geblieben seien. Dennoch rät er Reisenden mit unmittelbar bevorstehenden Urlaubsplänen, ihre Reise zu überdenken. „Wir wissen nicht, wie sich die Lage in den nächsten Tagen entwickelt. Es könnte schlimmer oder besser werden.“
Noch deutlicher wird der frühere CIA-Mitarbeiter Jason Hanson: „Reisen Sie nicht nach Mexiko. Es ist zu volatil, zu gefährlich.“ Das Risiko sei zwar statistisch gering, doch im Ernstfall könne es katastrophale Folgen haben.
Andere Experten sehen die Lage differenzierter. Doug Patteson, ebenfalls ehemaliger CIA-Offizier, verweist darauf, dass große Teile Mexikos weiterhin auf der Sicherheitsstufe 2 („erhöhte Vorsicht“) des US-Außenministeriums stehen. Letztlich müsse jeder Reisende selbst entscheiden, welches Risiko er eingehen wolle – wichtig sei eine bewusste und informierte Abwägung.
Touristen werden in der Regel nicht gezielt angegriffen. Dennoch können sie Opfer von Zufallssituationen werden – etwa zur falschen Zeit am falschen Ort. Besonders riskant sei Bewegung: Wer sich bereits in einem sicheren Hotel befinde, solle unnötige Wege vermeiden.
Experten empfehlen, Reisen sorgfältig vorzubereiten, Notfallpläne zu erstellen, wichtige Dokumente zu kopieren und sich beim „Smart Traveler Enrollment Program“ (STEP) des US-Außenministeriums zu registrieren.
Ob sich die Lage nachhaltig stabilisiert, ist derzeit offen. Klar ist: Wachsamkeit und eine realistische Einschätzung der Sicherheitslage sind wichtiger denn je.
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