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Tunesien: Reichtümer wurden ins Ausland geschafft

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Die durch Korruption und Erpressung so erwirtschafteten Reichtümer wurden seit Jahren von der Präsidentenfamilie konsequent ins Ausland geschafft.In Ländern wie Dubai, Malta, aber auch der Schweiz sollen gut gefüllte Konten der Familie liegen. Doch US-Diplomaten in Tunesien beobachteten – wie die Aufdecker-Seite WikiLeaks enthüllte – nicht nur Geldflüsse ins Ausland, sondern auch Versuche des Clans, für sich selbst den „endgültigen und profitablen“ Abgang vorzubereiten. Schon vor zwei Jahren habe man sich intensiv um Aufenthaltsgenehmigungen in der Schweiz bemüht. Trotz dieser Vorbereitungen wurde die Familie vom Tempo der Ereignisse der letzten Tage überrascht. Belhassen wurde beim Versuch, nach Frankreich zu fliehen, verhaftet, Neffe Imed von Aufständischen ermordet. Der First Lady selbst gelang die Flucht nach Saudi-Arabien, wo auch Ehemann Ben Ali sitzt. Im Gepäck hatte sie 1,5 Tonnen Gold (die Menge passt theoretisch in einen großen Koffer), die sie kurz vor der Flucht noch persönlich bei der Zentralbank in Tunis abholte. Als der Bankchef zögerte, schaltete Leila telefonisch ihren Gatten ein. Der setzte durch, dass ihr die Barren ausgehändigt wurden.

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