Seit den frühen Morgenstunden durchsuchen Polizei und Staatsanwaltschaft mehrere Gebäude im Rockermilieu. Nach Angaben der Polizei in Suhl und der Staatsanwaltschaft Gera richtet sich der Einsatz gegen mutmaßliche Mitglieder einer Rockergruppierung. Der Vorwurf lautet räuberische Erpressung.
Großeinsatz in mehreren Bundesländern
Betroffen sind Objekte in Thüringen, Sachsen und Bayern. In Thüringen wurden nach MDR-Informationen Gebäude in Schleusingen im Landkreis Hildburghausen durchsucht, daneben auch weitere Orte in der Region. Parallel dazu laufen Ermittlungen in angrenzenden Bundesländern.
Der Einsatz wird von Spezialeinheiten unterstützt. Ziel sei es, Beweismittel sicherzustellen, teilten die Behörden mit. Ob es bereits Festnahmen gegeben hat, blieb zunächst offen.
Hintergrund der Ermittlungen
Die Staatsanwaltschaft Gera ermittelt gegen mehrere Beschuldigte wegen räuberischer Erpressung. In Rockerkreisen kommt es immer wieder zu Straftaten wie Schutzgelderpressung, Drogenhandel und Gewaltverbrechen. Die aktuellen Ermittlungen sollen nun klären, ob die Gruppe in diesem Fall systematisch versucht hat, durch Gewalt oder Drohungen finanzielle Vorteile zu erlangen.
Polizei hält sich bedeckt
Genauere Angaben zu den Beschuldigten und zur Gruppierung machten die Behörden bislang nicht. Auch über die Zahl der eingesetzten Kräfte und die Ergebnisse der Durchsuchungen wurde zunächst nichts bekannt. Weitere Informationen wollen Polizei und Staatsanwaltschaft im Laufe des Tages veröffentlichen.
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