Sie trägt keine Präsidentenfrau-Perlen, sondern Statement-Ohrringe und Jacquemus. Sie gibt keine Interviews für Vogue, sondern für The Cut. Und sie nennt sich selbst lieber „forever girlfriend“ als „Ehefrau“: Rama Duwaji, die frischgebackene First Lady von New York City, definiert politische Partnerschaft neu – auf künstlerische, persönliche und ziemlich coole Art.
Mit dem Amtsantritt ihres Mannes, Bürgermeister Zohran Mamdani, rückte auch sie ins Rampenlicht. Aber nicht, weil sie sich dorthin drängte – sondern weil sie es mit kreativer Selbstbestimmung einfach verdient hat.
Kunst statt Kaffeekränzchen
Duwaji ist Illustratorin, Animatorin und stolze Gen Z. Ihre Werke zierten bereits Cover, Kampagnen und Magazine wie Vice Arabia oder Spotify Arabia. In The Cut präsentierte sie sich nun selbstbewusst als Frau mit Haltung, Kunstverstand – und ganz eigenen Regeln.
„Ich habe Ehe nie romantisiert“, sagte sie im Interview. „Das Wort Frau fühlt sich irgendwie… intensiv an. Ich sehe mich eher als ewige Freundin.“ Ein Satz, der wohl in keiner konventionellen First-Lady-Broschüre steht.
Von Houston nach Hinge – und zurück nach NYC
Geboren in Texas, aufgewachsen in New Jersey und Dubai, studierte sie schließlich Kunst in Katar und Virginia. 2021 zog sie zurück nach New York – wo sie Mamdani auf der Dating-App Hinge kennenlernte. „Ich hatte eigentlich einen Hot-Girl-Sommer geplant“, lacht sie. „Aber dann kam eben die große Liebe dazwischen.“
Heute teilt sie mit ihrem Mann nicht nur das Bett, sondern auch ein politisches Bewusstsein – und eine tiefe Verbindung zur Stadt. Ihre Instagram-Posts sind Liebeserklärungen an New York. Wie die Zeichnung der Skyline mit dem Schriftzug: „I LOVE U NYC.“
First Lady? Eher First Illustrator
Bei der Vereidigung ihres Mannes hielt sie zwei Koran-Ausgaben in der Hand – in minimalistischer schwarzer Kleidung, goldenen Ohrringen und mit der Ruhe einer Frau, die genau weiß, wer sie ist. Politisches Beiwerk? Fehlanzeige. Rama Duwaji ist nicht „nur die Frau von“, sie ist eine eigene Marke.
Als später Gerüchte im Netz auftauchten, Mamdani würde seine Frau verstecken, postete er selbst ein Hochzeitsfoto mit den Worten: „Rama ist nicht nur meine Frau. Sie ist eine unglaubliche Künstlerin, die es verdient, auf ihre eigene Weise gesehen zu werden.“
Ein Paar wie ein Manifest
Am Ende seiner Antrittsrede dankte Mamdani seiner Frau: „Danke, dass du meine beste Freundin bist – und mir jeden Tag die Schönheit in den kleinen Dingen zeigst.“
Ein Satz, der bleibt. So wie die Erkenntnis: In New York beginnt 2026 nicht nur eine neue Bürgermeister-Ära – sondern auch ein neues Kapitel in der Geschichte der politischen Partnerschaften.
Als Team. Als Kunstprojekt. Als Forever Love.
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