padrinan (CC0), Pixabay
Teilen

Seit Beginn des israelischen Militäreinsatzes in Rafah vor knapp zwei Wochen haben laut UNO-Palästinenserhilfswerk (UNRWA) etwa 800.000 Menschen die Stadt im Süden des Gazastreifens verlassen. Nahezu die Hälfte der Bevölkerung von Rafah musste seit dem 6. Mai fliehen, berichtete UNRWA-Chef Philippe Lazzarini gestern Abend.

Israels Armee versucht, die letzten Hamas-Bataillone in Rafah zu zerschlagen und hat dabei die Leiche eines weiteren getöteten Israelis geborgen. Verbündete wie die USA haben Israel vor einem großangelegten Angriff auf die Stadt gewarnt, da dort viele palästinensische Binnenflüchtlinge sind. Dennoch hält Israel an seinen Plänen fest.

Vor dem Militäreinsatz suchten rund eine Million Menschen Schutz in Rafah. Die israelische Armee rückte vor zwei Wochen von Osten auf die Stadt vor und zerstörte bereits eine Raketenabschussstellung der Hamas. Gestern wurden laut israelischen Angaben 50 Hamas-Kämpfer getötet.

Lazzarini betonte, dass es in Gaza keine sicheren Zonen gibt und forderte die Konfliktparteien auf, humanitäre Hilfe zuzulassen und einen Waffenstillstand zu vereinbaren.

Israelische Soldaten fanden im Gazastreifen die Leiche des Israelis Ron Benjamin, der bei einem Hamas-Angriff am 7. Oktober getötet wurde, sowie die Leichen dreier weiterer Opfer.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
International

Vorwürfe gegen italienische Minister und Regierung

Italienische Minister sehen sich dem Vorwurf eines „schweren Fehlers“ ausgesetzt, nachdem ein...

International

Iranische Studenten setzen Protest fort

An iranischen Universitäten haben Studierende den dritten Tag in Folge protestiert. Die...

International

„Politische Sabotage“ durch Orbán

EU-Staats- und Regierungschefs werfen Viktor Orbán vor, die Unterstützung für die Ukraine...

International

Bewaffnete Sicherheitskräfte schlagen Studentenproteste im Iran nieder

Bewaffnete Sicherheitskräfte sind in großer Zahl auf Irans Universitätsgeländen präsent, um anhaltende...