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Putin: „Ich hoffe, Atomwaffen werden nicht nötig sein“ – Russland will Ukraine-Krieg „logisch beenden“

klimkin (CC0), Pixabay
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Der russische Präsident Wladimir Putin hat in einem am Sonntag veröffentlichten Interview erklärt, Russland verfüge über genügend Kraft und Ressourcen, um den Ukraine-Krieg „zu einem logischen Ende“ zu führen – ohne den Einsatz von Atomwaffen, wie er hoffe.

In der staatlichen TV-Dokumentation „Russland, Kreml, Putin – 25 Jahre“ äußerte sich der 71-Jährige erstmals seit Langem ausführlich zu seiner persönlichen Sicht auf den Krieg und seine Rolle als Langzeitpräsident.

„Es gab bisher keinen Bedarf, diese Waffen (Atomwaffen) einzusetzen … und ich hoffe, das wird auch nicht nötig sein.“

Putin, der seit 1999 an der Macht ist, sprach diese Worte neben einem Porträt von Zar Alexander III., einem autoritären Herrscher des 19. Jahrhunderts. Er sieht den Krieg als Schlüsselmoment in den Beziehungen mit dem Westen, der Russland seiner Ansicht nach nach dem Zerfall der Sowjetunion gedemütigt habe.


Krieg als Stellvertreterkonflikt?

Die Invasion der Ukraine im Februar 2022 markiert laut Experten den größten Landkrieg in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Hunderttausende Soldaten auf beiden Seiten wurden getötet oder verwundet. US-Präsident Donald Trump, der derzeit seine zweite Amtszeit antritt, nennt den Krieg einen „Blutbad“ und sieht ihn als Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland.

Trump forderte zuletzt erneut ein permanentes Waffenstillstandsabkommen, auch wenn das Kreml betont, die Lage sei zu komplex für schnelle Fortschritte.


Putin und das Machtbild

Putin präsentierte sich im TV-Beitrag nicht nur als Staatslenker, sondern auch als „normaler Mensch“, der in seiner Kreml-Küche russische Milchgetränke serviert und sich als einer „unter Millionen“ bezeichnet.

„Ich atme dieselbe Luft wie alle Russen. Das ist wichtig. Gott gebe, dass das noch lange so bleibt.“

Während Kritiker Putin als autoritären Machthaber bezeichnen, dem ein System aus Loyalität und Korruption diene, sehen seine Anhänger in ihm einen stabilisierenden Führer, der Russland nach dem Chaos der 1990er-Jahre wieder aufgerichtet habe. Laut staatlichen Umfragen liegt seine Zustimmungsrate bei über 85 %.


Fazit: Putin betont, er wolle den Krieg ohne Atomwaffen beenden – stellt deren Einsatz aber nicht kategorisch infrage. Die Aussagen fügen sich in ein Narrativ ein, das Russland als global gedemütigtes, aber handlungsstarkes Land zeigt. Die internationale Sorge vor einer nuklearen Eskalation bleibt bestehen.

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