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Prozess

s7akti (CC0), Pixabay
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In San Francisco hat gestern ein Betrugsprozess gegen Tesla-Chef Elon Musk wegen des Vorwurfs der Manipulation des Aktienkurses des Elektroautobauers begonnen. Im Mittelpunkt des Zivilverfahrens vor einem Bundesgericht steht ein Tweet, mit dem Musk 2018 angekündigt hatte, Tesla womöglich von der Börse zu nehmen und die Finanzierung dafür „gesichert“ zu haben.

„Ich erwäge, Tesla für 420 Dollar (pro Aktie) von der Börse zu nehmen. Finanzierung gesichert“, schrieb der Technologieunternehmer im August 2018. Er führte seine Absichten dann in weiteren Kurzbotschaften aus.

Das sorgte für große Aufregung bei Anlegern und starke Kursschwankungen der Tesla-Aktie. Später machte Musk aber einen Rückzieher. Es wurde deutlich, dass die Finanzierung alles andere als gesichert war. Investoren klagten Musk in der Folge. Sie werfen ihm eine „künstliche Manipulation“ des Preises der Tesla-Aktie mit dem Ziel vor, allen Investoren zu schaden, die auf einen sinkenden Aktienkurs gewettet hatten.

Der fragliche Tweet hatte Musk auch Ärger mit der US-Börsenaufsicht SEC eingehandelt. Musk musste im Zuge einer Vereinbarung den Vorsitz über den Tesla-Verwaltungsrat abgeben, eine Strafe von 20 Mio. Dollar (heute knapp 19 Mio. Euro) zahlen und sich fortan alle Tweets zu Tesla von einem Juristen absegnen lassen. Musk versuchte später vergeblich, diese Vereinbarung aufheben zu lassen.

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