In Basel sorgt eine neue Kunstausstellung bereits vor der Eröffnung für hitzige Diskussionen: Eine Galerie zeigt ab heute eine Skulptur des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, der auf einem Kreuz dargestellt ist. Das Werk trägt den Titel „Saint or Sinner“ – also „Heiliger oder Sünder“ – und stammt vom britischen Künstler Mason Storm, der für seine politischen und gesellschaftskritischen Arbeiten bekannt ist.
Die 1,47 Meter hohe und 83 Zentimeter breite Figur zeigt Trump in einem orangefarbenen Gefängnisoverall, wie er in US-Strafanstalten getragen wird. Das Kreuz, an dem er hängt, erinnert zugleich an eine Liege für Hinrichtungen, wie sie in den USA bei der Verabreichung tödlicher Injektionen verwendet wird – eine bewusste Mischung aus religiöser Symbolik und politischer Anklage.
Der Künstler will mit dem Werk, wie er selbst sagt, eine Frage nach moralischer Verantwortung und öffentlicher Wahrnehmung aufwerfen: „Donald Trump wird von manchen wie ein Messias verehrt, von anderen als Symbol für Korruption und Machtmissbrauch gesehen. Ich wollte diese Extreme in einer einzigen Figur vereinen.“
Die Reaktionen in der Schweiz und darüber hinaus sind gespalten. Befürworter loben das Werk als mutigen Kommentar zur politischen Gegenwart, Gegner sprechen von Geschmacklosigkeit und Blasphemie. Besonders religiöse Gruppen kritisieren die Darstellung scharf und werfen dem Künstler vor, das Kreuz zu entweihen.
Die Galerie in Basel hat sich auf kontroverse Kunst spezialisiert und zeigt das Werk bewusst im Vorfeld der kommenden US-Präsidentschaftswahl. „Kunst darf provozieren und Fragen stellen“, sagt die Galerieleitung. „Wir wollen nicht bewerten, sondern Denkanstöße geben – auch wenn sie unbequem sind.“
Fazit:
Mit „Saint or Sinner“ gelingt Mason Storm einmal mehr, die Grenzen zwischen Kunst, Politik und Religion zu verwischen. Ob man die Skulptur als provokante Gesellschaftsanalyse oder als bewusste Provokation versteht – sie erfüllt, was Kunst oft am besten kann: zum Nachdenken zwingen. In Basel ist sie jedenfalls schon jetzt das Gesprächsthema Nummer eins.
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