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Privatkundengeschäft im Wandel: Deutsche Bank verabschiedet sich von weiteren Filialen – digitale Offensive geplant

Hans (CC0), Pixabay
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Die Deutsche Bank setzt ihren strategischen Umbau im Privatkundengeschäft fort und kündigt eine spürbare Reduzierung ihres Filialnetzes an. Wie Privatkundenvorstand Claudio de Sanctis bekanntgab, sollen bis Ende 2026 rund 100 weitere Standorte in Deutschland geschlossen werden – ein Schritt, der Teil der bereits laufenden Restrukturierungsprogramme ist.

„Unser Ziel ist es, den veränderten Erwartungen und Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden gerecht zu werden“, erklärte de Sanctis. Der Fokus liege dabei klar auf der Digitalisierung. Persönliche Beratung bleibt zwar ein wichtiges Element – doch sie soll künftig verstärkt durch digitale Services ergänzt und teilweise ersetzt werden.

Ende 2025 verfügten die Deutsche Bank und die Postbank zusammen laut Konzernangaben noch über etwa 750 Filialen bundesweit. Doch die klassische Bankfiliale, wie man sie kennt, scheint zunehmend ein Auslaufmodell zu sein. Viele Kundinnen und Kunden erledigen ihre Bankgeschäfte längst bequem per Smartphone oder Laptop – von der Überweisung bis zur Baufinanzierungsberatung.

Um diesem Trend Rechnung zu tragen und den Service zu verbessern, arbeitet die Deutsche Bank mit Hochdruck an einem intelligenten digitalen Agenten für den Kundenservice. Dieser virtuelle Helfer soll rund um die Uhr verfügbar sein, individuell beraten, Fragen beantworten und bei alltäglichen Bankgeschäften unterstützen – und das auf Knopfdruck, ohne Warteschleife.

„Wir wollen unseren digitalen Service so intuitiv, sicher und zuverlässig gestalten, dass unsere Kundschaft ihn mit derselben Selbstverständlichkeit nutzt wie heute Online-Shopping oder Streaming“, so de Sanctis. Der geplante digitale Assistent sei ein zentraler Baustein der künftigen Kundenerfahrung.

Dennoch betont die Deutsche Bank, dass nicht alle persönlichen Kontakte verschwinden sollen. Für komplexere Anliegen, wie etwa Vermögensberatung oder Finanzierungsgespräche, bleibe es auch künftig Beratung durch echte Menschen – nur eben vermehrt per Videochat statt in der Filiale vor Ort.

Der Schritt ist Teil einer umfassenden Modernisierungsstrategie, mit der sich die Deutsche Bank als zukunftsfähiger, effizienter und kundenorientierter Finanzdienstleister positionieren will – und gleichzeitig erhebliche Kosten spart. Für viele Standorte, vor allem in ländlichen Regionen, dürfte das allerdings das endgültige Aus bedeuten.

Ob die Kundinnen und Kunden den digitalen Wandel mitgehen, wird sich zeigen – der Konzern jedenfalls setzt entschlossen auf Fortschritt: weniger Papier, weniger Wege, mehr Tempo – und vor allem: mehr digitale Nähe statt analoger Entfernung.

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