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Prinz ohne Krone: Andrew zieht ins royale Abstellgleis – Willkommen in Sandringham, dem exklusivsten Straflager Englands

Maksymchuki (CC0), Pixabay
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Es gibt schlechtere Orte für den königlichen Hausarrest als 20.000 Hektar Norfolk-Idylle. Doch für den ehemals „sehr ehrenwerten“ Prinz Andrew – jetzt schlicht Andrew Mountbatten-Windsor, Privatmann mit PR-Problem – ist der Umzug nach Sandringham weniger ein Tapetenwechsel als eine Zwangsversetzung ins Schweigen.

Vom Windsor-Palast ins Wildgehege

Nachdem König Charles III seinem Bruder sämtliche Titel, Orden und vermutlich auch das letzte bisschen Restwürde aberkannt hat, bleibt Andrew nun das, was er am wenigsten sein wollte: ein Bürger mit Vergangenheit.

Sein prachtvolles Heim, die Royal Lodge, muss er räumen – die 75-Jahres-Mietvereinbarung wurde, höflich formuliert, „neu bewertet“. Jetzt geht’s also raus aufs Land, in jenen Teil Englands, wo sonst nur Füchse, Corgis und Peinlichkeiten beerdigt werden.

Sandringham – wo Monarchen Weihnachten feiern und Skandale ausklingen

Das Anwesen, einst Lieblingssitz der Queen, ist für Andrew ab sofort das royale Pendant zu einem offenen Strafvollzug. Hier darf er künftig zwischen Rehwild, Rhododendren und Rufmord wandeln.
Ob er in York Cottage, Garden House oder der charmanten „Folly“ residieren darf, ist unklar – doch egal wo: WLAN gibt’s, Würde nicht.

Die Webseite des Anwesens wirbt mit „Erholung in königlicher Atmosphäre“. Ein zynischer Werbeslogan, wenn man bedenkt, dass hier bald einer wohnt, der dringend von der Öffentlichkeit erholt werden muss.

Charles – der große Räumdienst

Der König selbst will laut Palastkreisen „reinen Tisch machen“ – offenbar auch im Familienregister. Nach jahrelangen Schlagzeilen rund um Andrews enge „Freundschaft“ mit Jeffrey Epstein und neuen Enthüllungen der mutmaßlichen Opfer war dem Monarchen wohl klar:
Wenn das Haus brennt, rettet man das Silber, nicht den Bruder.

Downing Street lobte den Schritt, das Volk seufzte erleichtert, und Andrew? Der packt Koffer – oder lässt packen.


Von Queen Mum zu Queen Karma

Ironischerweise ist Sandringham nicht nur das Paradies für Spazierstöcke, sondern auch der Ort, an dem das Karma der Windsors regelmäßig seine Runden dreht. Hier hielt Queen Elizabeth II ihre erste Weihnachtsansprache, hier jagte Philip Enten, und hier darf Andrew nun seine Erinnerungen an bessere Tage pflegen – zwischen den verstaubten Samtvorhängen und der Stille der Bedeutungslosigkeit.

Seine Ex-Frau Sarah Ferguson zieht übrigens woanders hin. Eine kluge Entscheidung: Man teilt ja auch nicht den Bungalow mit einem Sturm, wenn man weiß, dass es noch Nachwehen gibt.

Bleiben wenigstens die Corgis

Die letzten, die Andrew noch wirklich lieben, sind die beiden Corgis Muick und Sandy, einst Erbstück der Queen. Ob sie mit nach Norfolk dürfen, ist offen. Vielleicht bleiben sie lieber in Windsor – selbst Hunde wissen, wann es Zeit ist, auf Distanz zu gehen.

Fazit: Vom „His Royal Highness“ zum „His Rural Loneliness“

So endet also die Geschichte des Mannes, der zu viele falsche Freunde hatte und zu wenig Einsicht.
Sandringham wird damit, was es noch nie war: ein royaler Reputations-Recyclinghof.

Man kann es auch positiv sehen – Andrew bekommt endlich, was er wollte:
Ruhe, Privatsphäre und genug Platz, um über all das nachzudenken, was man besser nicht getan hätte.

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