Prinz Harry hat wieder vor Gericht ausgepackt – und diesmal gegen niemand Geringeren als die britische Boulevardikone „Daily Mail“. Vor dem High Court wirft er dem Verlag Associated Newspapers Limited (ANL) vor, sein Privatleben jahrelang illegal ausgespäht und seine Familie „zur Hölle“ gemacht zu haben. Gemeinsam mit Elton John, Liz Hurley und anderen Klägern verlangt er Gerechtigkeit – und vor allem Ruhe.
Die Vorwürfe lesen sich wie aus einem Agententhriller: Wanzen in Autos, abgehörte Mailboxen, geklaute Geburtsurkunden, gefälschte Identitäten („Blagging“) und beschattete Royals. Laut Anwalt David Sherborne sei das Ganze ein „systematischer Gesetzesbruch“, der sich über Jahrzehnte gezogen habe.
Harry, sichtlich bewegt, erklärte im Zeugenstand, er sei „paranoid“ geworden, habe selbst Freunde verdächtigt – dabei sei die Presse die wahre undichte Stelle gewesen. Das Verfahren sei eine „Retraumatisierung“, die Schlagzeilen hätten seine Ehe beschädigt, seine Mutter diffamiert und Meghan „das Leben zur Hölle gemacht“.
Der Verlag kontert: Alles sei legal, viele Infos kämen von Harrys Bekannten – ja, angeblich sogar von Freunden. Auch mit Journalisten sei der Prinz einst auf Du und Du gewesen. Die Verteidigung betont, es gebe keine Verurteilungen und spricht von einer „Kampagne“.
Das Medieninteresse? Riesig. Die Beweislage? Dünn. Harrys Team nennt 14 verdächtige Artikel, will Zahlungen an dubiose Detektive belegen. Doch bisher fehlt der endgültige Beweis.
Neben Harry sollen auch Liz Hurley und Elton John noch aussagen. Letzterer wirft ANL vor, Dokumente seines Sohnes gestohlen zu haben – ein Tabubruch selbst nach britischen Boulevardmaßstäben.
Für Harry ist es bereits das dritte Verfahren gegen britische Medien – und vermutlich nicht das letzte. Denn zwischen royalen Enthüllungen und Paparazzi-Kult bleibt nur eine Konstante: Die Schlagzeile siegt.
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