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Premierminister Starmer fordert Aussage von Prinz Andrew zu Epstein-Verbindungen

rachelmatthews7 (CC0), Pixabay
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Der britische Premierminister Keir Starmer hat Andrew Mountbatten-Windsor – früher bekannt als Prinz Andrew – öffentlich aufgefordert, mit US-Ermittlungsbehörden zu kooperieren, falls diese ihn im Zusammenhang mit dem Fall Jeffrey Epstein befragen wollen.

„Jeder, der Informationen hat, sollte bereit sein, diese in der geforderten Form zur Verfügung zu stellen“, sagte Starmer am 31. Januar gegenüber der Presse. „Man kann nicht von einer opferzentrierten Aufarbeitung sprechen, wenn man selbst nicht bereit ist, sich dem zu stellen.“

Die Forderung erfolgt nur wenige Tage nach der Veröffentlichung von rund drei Millionen Seiten neuer Dokumente durch das US-Justizministerium. Diese beinhalten unter anderem E-Mails, Bilder und Hinweise, die eine fortgesetzte Verbindung zwischen Epstein und Andrew nahelegen – auch Jahre nach Epsteins Verurteilung wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger. Besonders brisant: Fotos sollen Andrew zeigen, wie er sich über eine am Boden liegende Frau beugt. Ihr Gesicht ist in den Bildern geschwärzt.

Andrew wurde bereits 2025 seiner königlichen Titel enthoben und musste die königliche Residenz Royal Lodge verlassen, nachdem der öffentliche Druck aufgrund seiner Verbindungen zu Epstein zugenommen hatte. Bereits 2022 hatte er eine Zivilklage der Epstein-Anklägerin Virginia Giuffre in den USA durch eine außergerichtliche Einigung beigelegt. Die Höhe der Zahlung wurde nicht bekannt – Giuffre erhielt jedoch eine Spende für ihre Stiftung. Sie verstarb im April 2025 durch Suizid, wenige Monate vor der Veröffentlichung ihrer Memoiren.

Der Premierminister hatte bereits im November 2025 angedeutet, dass Andrew vor einem US-Kongressausschuss aussagen sollte. Mehrere US-Abgeordnete hatten diesen Wunsch öffentlich unterstützt. Starmer selbst ließ eine direkte Forderung nach einer Entschuldigung von Andrew offen: „Das ist eine Sache, die Andrew selbst zu entscheiden hat“, erklärte er.

Der Fall Epstein bleibt weiterhin politisch und gesellschaftlich brisant – besonders angesichts der vielen bekannten Namen, die in den Dokumenten auftauchen. Ob Andrew sich tatsächlich zu einer Aussage bereit erklärt, bleibt abzuwarten.

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