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Polizeibericht: Tiger Woods hatte nach Unfall Hydrocodon-Tabletten in der Tasche

422737 (CC0), Pixabay
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Golf-Superstar Tiger Woods hatte laut einem nun veröffentlichten Polizeibericht bei seinem Autounfall in Florida zwei Hydrocodon-Tabletten in der Hosentasche. Beamte schildern, der 50-Jährige habe am Unfallort träge und verlangsamt gewirkt, stark geschwitzt und extrem geweitete Pupillen gehabt.

Woods war in der vergangenen Woche nach einem Verkehrsunfall wegen Fahrens unter Einfluss berauschender Mittel festgenommen worden. Der 15-malige Major-Sieger hatte mit seinem Wagen zunächst einen Lastwagen touchiert, bevor sich das Auto überschlug. Verletzt wurde nach Angaben der Behörden niemand.

Atemtest negativ – Urintest verweigert

Wie Sheriff Martin County Sheriff John Budensiek mitteilte, bestand Woods zwar einen Atemalkoholtest, verweigerte jedoch einen Urintest auf andere Substanzen.

Laut dem am Dienstag veröffentlichten Polizeibericht beschrieben die Einsatzkräfte Woods am Unfallort als:

  • „stark schwitzend“
  • „träge und langsam in seinen Bewegungen“
  • mit „extrem geweiteten Pupillen“

In der Vernehmung am Straßenrand habe Woods auf die Frage nach verschreibungspflichtigen Medikamenten geantwortet:

„Ich nehme ein paar.“

Zudem habe er angegeben, diese bereits am frühen Morgen eingenommen zu haben.

Bei der Durchsuchung fanden die Beamten laut Bericht zwei weiße Tabletten, die später als Hydrocodon identifiziert wurden. Das Medikament gehört zur Gruppe der Opioide und wird zur Behandlung starker Schmerzen eingesetzt.

Woods: Blick aufs Handy und Radio-Umschalten

Nach Angaben der Polizei erklärte Woods, er habe während der Fahrt auf sein Handy geschaut und gleichzeitig den Radiosender gewechselt. Deshalb habe er nicht bemerkt, dass der vor ihm fahrende Lastwagen langsamer geworden sei.

Nach dem Zusammenstoß überschlug sich Woods’ Fahrzeug. Laut Bericht musste er das Auto durch die Beifahrertür verlassen.

Acht Stunden in Gewahrsam

Woods wurde nach dem Unfall für acht Stunden in Gewahrsam gehalten – das ist in Florida laut Gesetz die Mindestdauer in solchen Fällen. Anschließend kam er gegen Kaution wieder frei.

Neben dem Vorwurf des Fahrens unter Einfluss berauschender Mittel wurden ihm außerdem zur Last gelegt:

  • Sachbeschädigung
  • Verweigerung eines rechtmäßigen Tests

Polizei: „Nicht in der Lage, das Fahrzeug sicher zu führen“

Ein Beamter notierte zudem, Woods habe beim Gehen gehumpelt und geschwankt. Der Golfer habe erklärt, dass er bereits sieben Rückenoperationen und mehr als 20 Eingriffe am Bein hinter sich habe.

Zur Erinnerung: Nach einem schweren Autounfall im Jahr 2021 musste Woods mehrfach operiert werden.

Ein anderer Beamter vermerkte allerdings auch, Woods sei zwischenzeitlich „extrem aufmerksam und gesprächig“ gewesen. Außerdem habe er während der gesamten Kontrolle Schluckauf gehabt.

Ein Deputy, der mit Woods mehrere Nüchternheitstests durchführte, kam laut Bericht zu einem klaren Schluss:

„Auf Grundlage meiner Ausbildung und Erfahrung war ich der Überzeugung, dass Woods’ normale Fähigkeiten beeinträchtigt waren und er das Fahrzeug nicht sicher führen konnte.“

Bisher keine öffentliche Stellungnahme

Weder Tiger Woods selbst noch die PGA Tour haben sich bislang öffentlich zu der Festnahme und den Vorwürfen geäußert.

Rückkehr auf den Golfplatz nach langer Verletzungspause

Sportlich hatte Woods zuletzt gerade erst wieder ein Lebenszeichen gesendet. Der US-Amerikaner befindet sich seit längerer Zeit im Reha-Modus:

  • Im März 2025 erlitt er einen Achillessehnenriss
  • Im Oktober 2025 folgte eine weitere Rückenoperation

Erst in der vergangenen Woche hatte Woods bei den TGL Indoor-League-Finals gespielt – sein erster Wettkampfauftritt seit mehr als einem Jahr. Dabei hatte er eine Teilnahme am Masters im kommenden Monat noch nicht ausgeschlossen.

Sein letztes Major-Turnier bestritt Woods bei The Open im Juli 2024, wo er den Cut verpasste.

Ein weiterer Rückschlag

Für Woods, dessen Karriere in den vergangenen Jahren immer wieder von Verletzungen, Rückschlägen und persönlichen Krisen geprägt war, ist der Vorfall ein weiterer schwerer Dämpfer.

Ob die aktuellen Vorwürfe auch Auswirkungen auf seine geplante Rückkehr auf die große Golfbühne haben werden, ist derzeit offen.

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