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Polizei befragt Andrew-Schutzbeamte im Zuge der Epstein-Akten – Durchsuchungen dauern an

rachelmatthews7 (CC0), Pixabay
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Im Zusammenhang mit der Auswertung der sogenannten Epstein-Akten weitet die britische Polizei ihre Ermittlungen gegen Andrew Mountbatten-Windsor aus. Die Metropolitan Police teilte mit, dass ehemalige und aktive Personenschützer des früheren Prinzen kontaktiert werden. Sie sollen prüfen, ob sie während ihrer Dienstzeit „etwas gesehen oder gehört“ haben, das für die laufenden Untersuchungen relevant sein könnte.

Hintergrund sind Medienberichte, wonach Angehörige des königlichen Personenschutzes möglicherweise bestimmte Vorgänge im Umfeld Andrew Mountbatten-Windsors – insbesondere im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein – nicht weiterverfolgt hätten. Die Polizei betonte jedoch, es seien bislang keine neuen strafrechtlichen Vorwürfe wegen Sexualdelikten innerhalb ihrer Zuständigkeit eingegangen. Sollten Beamte über relevante Informationen verfügen, würden sie gebeten, diese mitzuteilen.

Parallel dazu setzt die Thames Valley Police die Durchsuchung von Andrews früherem Wohnsitz Royal Lodge in Windsor fort. Nach Informationen der BBC sollen die Maßnahmen noch über das Wochenende bis mindestens Montag andauern. Der 66-Jährige war am Donnerstag wegen des Verdachts auf „Fehlverhalten im öffentlichen Amt“ festgenommen worden und verbrachte rund elf Stunden in Polizeigewahrsam. Am Abend wurde er wieder freigelassen – allerdings „unter Ermittlungen“, was bedeutet, dass das Verfahren weiterläuft, ohne dass bislang Anklage erhoben wurde.

Nach seiner Freilassung kehrte Andrew auf das Anwesen Sandringham in Norfolk zurück. Seitdem gab es keine öffentlichen Auftritte. Konkrete Details zu den Gründen der Festnahme wurden von der Polizei bislang nicht veröffentlicht. Es wird jedoch vermutet, dass es um den möglichen Austausch vertraulicher Informationen während seiner Zeit als britischer Handelsbeauftragter (2001–2011) geht.

Politisch sorgt der Fall weiterhin für erhebliche Diskussionen. Nach BBC-Informationen prüft die britische Regierung, ob eine gesetzliche Initiative eingebracht werden soll, um Andrew aus der Thronfolge zu entfernen. Mehrere Oppositionsparteien haben entsprechende Schritte gefordert. Eine Änderung würde allerdings ein Parlamentsgesetz sowie die Zustimmung der anderen Commonwealth-Staaten erfordern.

Andrew Mountbatten-Windsor hat in der Vergangenheit wiederholt jegliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein bestritten. Auf konkrete Fragen zu jüngst veröffentlichten Akten äußerte er sich bislang nicht.

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