Der britische Musiker Phil Collins, bekannt als Sänger und Schlagzeuger der Band Genesis, hat in einem BBC-Podcast einen tiefen Einblick in seine gesundheitliche Lage gegeben. Der 74-Jährige leidet unter den Spätfolgen einer Wirbelsäulenverletzung aus dem Jahr 2007 und ist heute auf eine 24-Stunden-Betreuung angewiesen.
„Ich habe eine Pflegekraft, die rund um die Uhr bei mir wohnt, um sicherzustellen, dass ich meine Medikamente nehme“, erzählt Collins in der Podcast-Reihe „Eras“. „Ich hatte alles, was schiefgehen konnte – und es ging auch schief.“
Die Rückenverletzung führte zu schweren Nervenschäden in seinem Nackenbereich. Nach fünf Knieoperationen ist laut Collins nur noch eines seiner Knie funktionstüchtig – gehen kann er nur noch mit Krücken oder anderen Hilfsmitteln. Zusätzlich verschlechterte sich sein Zustand durch eine COVID-Infektion im Krankenhaus und Probleme mit den Nieren. „Alles kam gleichzeitig zusammen“, beschreibt er die schwierige Phase.
Auch seine Vergangenheit mit Alkohol fordert nun gesundheitlichen Tribut. „Meine Nieren waren durch das Trinken ziemlich ruiniert“, sagt Collins offen. Mittlerweile ist er seit über zwei Jahren trocken und schätzt die ruhigere Zeit nach dem Ende seiner aktiven Tourjahre: „Ich konnte endlich all das tun, was ich vorher nicht konnte.“
Bereits 2021 hatte Collins bei der Ankündigung der letzten Genesis-Tour erklärt, dass er „kaum noch einen Drumstick halten“ könne – eine Folge seiner degenerativen Erkrankung. Trotz aller gesundheitlichen Rückschläge blickt der Musiker auf eine beeindruckende Karriere zurück: Acht Grammy-Auszeichnungen, ein Oscar für den Tarzan-Song „You’ll Be in My Heart“ und die Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame mit Genesis im Jahr 2010 gehören zu seinen größten Erfolgen.
„Die letzten Jahre waren schwierig, interessant und frustrierend“, so Collins. „Aber jetzt ist es in Ordnung.“
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