Der US-Pharmariese Pfizer hat wieder zugeschlagen: Für bis zu 7,3 Milliarden Dollar schnappt sich der Konzern den noch jungen Abnehm-Spezialisten Metsera. Motto: Wenn die eigenen Diätpillen nicht taugen, kauft man eben jemandem die Slim-Fantasien ab, der sie besser verkauft.
Die Börse reagierte begeistert: Metsera-Aktien schossen um fast 60 Prozent nach oben, Pfizer-Papiere immerhin um zwei Prozent. Offenbar reicht schon die Aussicht, dass Millionen Menschen ihre Hoffnung auf eine Wunderpille an der Supermarktkasse einlösen wollen, um den Markt euphorisch werden zu lassen.
Pfizer hatte es zuvor selbst versucht – mit Danuglipron, einer Tablette, die so kompliziert war wie der Name klingt: erst zweimal täglich, dann einmal täglich. Am Ende blieben nur Nebenwirkungen übrig, darunter ein Leberschaden, der immerhin so höflich war, sich nach Absetzen wieder zurückzubilden.
Jetzt also der Plan B: Metsera kaufen. Das Start-up gibt es erst seit 2022, hat aber an der Börse bereits die Figur einer aufstrebenden Fitness-Influencerin hingelegt. Für Pfizer ist es die perfekte Gelegenheit, die eigenen Fehlschläge zu kaschieren und sich als Platzhirsch im Milliardengeschäft mit den „schlanken Träumen“ zu behaupten.
Kurzum: Wo andere Diät halten, hält Pfizer lieber das Scheckbuch hin.
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