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Personalmangel nach DOGE-Kürzungen – Soldaten auf US-Stützpunkt in Alaska drohten ohne Essen dazustehen

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Ein abgelegener US-Armeestützpunkt in Alaska, der für den Schutz des US-Festlands vor Atomraketen zuständig ist, hatte in den vergangenen Monaten massive Probleme, seine Soldaten mit Mahlzeiten zu versorgen. Der Grund: Einsparungen und Personalabbau im Zuge der Regierungsreform unter Elon Musks „Department of Government Efficiency“ (DOGE).

Laut einem offiziellen Militärdokument erlebte Fort Greely, nördlich des Alaska Range Gebirges gelegen, eine „kritische Störung im Betrieb der Verpflegungseinrichtung“, nachdem mehrere zivile Küchenkräfte – als „essenziell“ eingestuft – durch Renteneintritte und Einstellungsstopps ausfielen.

Diese Entwicklungen führten zu einem Notfallvertrag ohne Ausschreibung, um schnell neues Küchenpersonal über das Arbeitsministerium von Alaska zu rekrutieren. Ohne diese Maßnahme, so warnt das Dokument, hätte die Versorgung der Soldaten „in einem Missionsversagen“ enden können.

DOGE-Programm schwächt Versorgung

Die Probleme gehen laut dem Dokument auf den Einstellungsstopp und ein staatliches Abfindungsprogramm zurück, das von Elon Musk nach Präsident Trumps Amtsantritt 2025 eingeführt wurde. Ziel war es, die Bundesverwaltung zu verkleinern – doch die Auswirkungen sind nun im militärischen Alltag spürbar.

Fort Greely ist Heimat von rund 350 Soldaten, darunter der 49. Raketenabwehr-Bataillon, das 40 der 44 US-Abfangraketen betreibt, die auf den Abschuss von atomaren oder ballistischen Raketen ausgerichtet sind.

Obwohl die Zahl der dauerhaft stationierten Soldaten im Vergleich zu anderen Stützpunkten wie Fort Wainwright gering ist, finden dort regelmäßig groß angelegte Übungen statt, die zeitweise die Bevölkerung des Stützpunkts deutlich erhöhen.

Armee improvisiert bei -50 Grad

Lira Frye, Sprecherin des Space and Missile Defense Command (SMDC), erklärte, dass seit Oktober 2025 die Öffnungszeiten der Truppenküche reduziert wurden. Grund sei der unerwartete Personalverlust im zivilen Bereich. Auf DOGE-Kürzungen ging sie in ihrer Erklärung nicht ein.

Betroffene Soldaten erhielten zunächst eine Geldpauschale, um sich selbst zu versorgen – doch Delta Junction, der nächste Ort mit nur 918 Einwohnern (Stand 2020), bietet nur wenige Einkaufsmöglichkeiten. Später sicherte sich die Armee die Lieferung von Abend- und Wochenendmahlzeiten durch einen örtlichen Anbieter.

Frye bezeichnete den Notfallvertrag als „kurzfristige Übergangslösung“, bis dauerhaft neue zivile Mitarbeiter eingestellt werden können.

„Versorgungsversagen“ mit System

Robert Evans, Veteran und Gründer der Bewertungs-App Hots&Cots für Soldatenunterkünfte, kritisierte die Situation scharf: „Was in Fort Greely passiert ist, ist ein Versorgungs- und Lebensqualitätsversagen.“

Er betont, dass viele solcher Probleme durch den Abbau der zivilen Belegschaft entstehen. „Wir haben die Vorzeichen schon bei der ‚Deferred Resignation Program‘-Kürzung in Fort Hood gesehen – mit spürbaren Folgen für Wohnqualität und Instandhaltung.“

Die Truppen in Fort Greely konnten den Mangel nicht durch eigene Köche kompensieren, da dort laut Armee zu wenige Soldaten mit Kochausbildung stationiert sind. Ein Vertragspapier bestätigte, dass die Militärküche personell nicht ausreichend besetzt werden konnte.

Zusätzlich hatte die Armee bereits angekündigt, von 2025 bis 2029 rund ein Drittel der Militärkochstellen abzubauen – was die Situation weiter verschärft.


Hintergrund: Fort Greely betreibt einige der wichtigsten Abwehrraketen der USA. Der Stützpunkt spielt eine zentrale Rolle im milliardenschweren Raketenabwehrprogramm „Golden Dome“, das Präsident Trump im vergangenen Jahr mit einem Budget von 175 Milliarden Dollar angekündigt hatte.

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