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Perp-Walk-Drama beim FBI: Wenn Kollegen zu muskulös sind, um „neutral“ zu wirken

RichardBarboza (CC0), Pixabay
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In einem Plot-Twist, der direkt aus einer Polit-Sitcom stammen könnte, wurde ein FBI-Agent suspendiert, weil er sich geweigert hat, einen „Perp Walk“ gegen niemand Geringeren als Ex-FBI-Chef James Comey mitzumachen.

Der Vorwurf: Insubordination.
Das Motiv: „Sorry, aber Ex-Kollegen vor Kameras wie Schwerverbrecher zu führen – das ist vielleicht… ein bisschen over the top?“

Was ist ein „Perp Walk“?

Für alle, die ihre US-Krimiserien nicht regelmäßig auffrischen:
Ein „Perp Walk“ ist diese besonders medienwirksame Variante der Vorführung eines Verdächtigen – mit Handschellen, Kameras und möglichst dramatischer Gesichtsmimik. Bonuspunkte gibt’s für schlechte Beleuchtung und fluchende Paparazzi.

Comey & die Kevlar-Komödie

CBS berichtet, dass FBI-Führungskräfte darüber nachdachten, „große, muskulöse Agenten in Kevlarwesten“ zu schicken, um Comey bei seinem Gerichtstermin öffentlichkeitswirksam zu eskortieren – als ginge es um einen Boss des Medellín-Kartells und nicht um einen Mann, der vermutlich mehr Füllfederhalter als Waffen besitzt.

Ein Agent fand das Ganze wohl zu absurd – und wurde prompt suspendiert. Offenbar gibt es bei der FBI-Etikette eine geheime Regel:

„Wenn wir’s dramatisch machen, machen wir’s richtig dramatisch.“

Der Hintergrund: Politik trifft Hollywood

Comey, einst oberster FBI-Chef, wird beschuldigt, 2020 dem Kongress gegenüber gelogen zu haben – in Bezug auf eine Medien-Leak-Affäre. Die Anklage kommt zu einem… interessanten Zeitpunkt:

  • Nur wenige Tage vor Ablauf der Verjährung.

  • Und nur kurz nachdem Donald Trump öffentlich forderte, endlich härter gegen seine politischen Gegner vorzugehen.

Comey, der seinerseits schon 2017 von Trump entlassen wurde (kleines Detail), weist die Vorwürfe zurück – und versichert, er habe „volles Vertrauen in das US-Justizsystem“.
(Ein Satz, der normalerweise kurz vor einer Netflix-Doku fällt.)

Und was passiert jetzt?

Unklar ist, ob der muskulöse FBI-Aufmarsch tatsächlich stattfinden wird. Comeys Anwälte wollen ihn lieber ruhig und unauffällig begleiten, wie es bei unbewaffneten, nicht flüchtigen Personen mit Hochschulabschluss üblich ist.

In der Zwischenzeit wartet der suspendierte Agent vermutlich auf eine neue Stelle – vielleicht bei der NASA. Dort gibt es immerhin weniger „Perp Walks“.

Fazit:
Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist anscheinend auch das Theater der Justiz unbegrenzt inszenierbar. Ob Comey schuldig ist oder nicht – wir wissen nur eines sicher: Wenn dein Chef mehr Show will als dein Feindbild verdient, solltest du besser eine Sonnenbrille tragen und schweigen.

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