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Pentagon setzt Unterstützung für „Scouting America“ nur unter Bedingungen fort – Ende von DEI-Programmen gefordert

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat am 26. Februar angekündigt, dass das Pentagon seine Unterstützung für die Jugendorganisation „Scouting America“ nur unter bestimmten Bedingungen fortsetzen wird. Voraussetzung sei die Zusage der Organisation, sämtliche Programme zu Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion (DEI) einzustellen.

In einem Video erklärte Hegseth, er habe ernsthaft erwogen, „jede Unterstützung“ für die Organisation zu beenden, nachdem sich DEI-Inhalte zunehmend in deren Programme eingeschlichen hätten. Scouting America – früher bekannt als Boy Scouts of America – habe inzwischen jedoch ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Darin verpflichte sich die Organisation, einer von Präsident Donald Trump erlassenen Executive Order nachzukommen, die DEI-Initiativen im öffentlichen und privaten Sektor untersagen soll.

Zu den angekündigten Änderungen zählt laut Pentagon die Streichung von DEI-bezogener Sprache aus Programmen und Veröffentlichungen. Zudem soll das Abzeichen „Citizenship in Society“ abgeschafft werden. Dieses hatte Pfadfinder dazu angehalten, sich mit den Vorteilen von Diversität, Gleichberechtigung, Inklusion und ethischer Führung auseinanderzusetzen. Stattdessen soll künftig ein neues Leistungsabzeichen mit Schwerpunkt Militärdienst eingeführt werden.

Auch bei den Mitgliedschaftsregeln soll es Änderungen geben: Künftig soll die Aufnahme ausschließlich auf dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht basieren. „Das bedeutet, dass es im Antragsformular nur noch zwei Geschlechtsangaben geben wird – männlich und weiblich – und diese mit der Geburtsurkunde übereinstimmen müssen“, so Hegseth.

Er habe vor seiner Entscheidung Gespräche mit der aktuellen Führung von Scouting America geführt, um die „tiefgreifenden Bedenken“ des Verteidigungsministeriums zu verdeutlichen, erklärte Hegseth weiter. In einer Reihe von Gesprächen zwischen Vertretern der Organisation und dem Ministerium – offiziell Department of Defense – habe man sich schließlich auf „zentrale Reformen“ verständigt.

Eine Stellungnahme von Scouting America lag zunächst nicht vor. USA TODAY hat die Organisation um einen Kommentar gebeten.

Bereits Anfang Februar hatte Pentagon-Sprecher Sean Parnell die Organisation als „großartige Institution“ bezeichnet, die jedoch „vom Weg abgekommen“ sei. Die Führung habe in den vergangenen Jahren „inakzeptable“ Entscheidungen getroffen, die den Werten der Trump-Regierung widersprächen. Seit mehr als einem Jahrzehnt habe die Organisation DEI-Ansätze sowie „sozial- und genderpolitische Ideologien“ unterstützt, so Parnell.

„Wir haben sehr deutlich gemacht: Kein DEI mehr im Verteidigungsministerium“, schrieb Parnell am 2. Februar auf der Plattform X.

Die Entwicklung gilt als noch nicht abgeschlossen.

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